Gelungene Geburtstagsfeier – Geisinger: „Irreführung der Öffentlichkeit“

Aus Anlass des einjährigen Bestehens der BI Gegenwind Schriesheim und ebenso der Gründung des nachbarschaftlichen Vereins Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. hatte dieser zu einer Informationsveranstaltung in den „Goldenen Hirsch“ in Schriesheim eingeladen. Rund 80 Besucher hatten sich eingefunden, um sich zum Thema Windkraftindustrie in unserer nahen Region auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Der Verein ist eine Gemeinschaftsgründung der BI’s Gegenwind Schriesheim und Hirschberg.

Vorstand Hans-Joerg Goerlach begrüßte die Gäste. Neben Walter Müller vom Landesverband ba.-wü. Bürgerinitiativen gegen Windkraft hatte sich auch eine Delegation der BI Wald-Michelbach/Siedelsbrunn mit ihrer Vorsitzenden Vera Krug auf den Weg gemacht. Von den eingeladenen Gemeinderäten aus Schriesheim bzw. Hirschberg konnte leider niemand begrüßt werden. Das war insofern enttäuschend, als dass beide Gemeinden in absehbarer Zeit über die Installation von Windrädern auf ihrer Gemarkung – i.e. den bekannten Konzentrationszonen 10 und 11 – zu entscheiden haben und es sicherlich nicht geschadet hätte, sich zum und über das Thema weiter zu informieren.

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Ein starkes Team: Vorstand und Beirat Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. mit Vera Krug (l.), Vorsitzende  BI Gegenwind Siedelsbrunn

Frank Funcke, stlv. Vorsitzender des Vereins gab einen kurzen Rückblick auf die Aktivitäten der BI Gegenwind Schriesheim in ihrem ersten Jahr ebenso wie Karl-Heinz Weinert, Sprecher der BI Gegenwind Hirschberg, der den Gästen auch erklärte, wie und warum es zur Gründung des nachbarschaftlichen Vereins gekommen ist.

Gastreferent  Peter Geisinger, Vorsitzender von Vernunftkraft Odenwald e.V. sprach dann über die Sinnhaftigkeit, Nutzen und versorgungstechnische, aber auch über die ökonomischen Folgen der Energiewende unter besonderer Berücksichtigung der Windkraftindustrie – die lokale Presse hat hierüber inzwischen ausführlich berichtet. Geisinger legte anhand zahlreicher Statistiken, die z.T. seit einigen Jahren aus unerklärlichen Gründen nicht weitergeführt würden, dar, welch‘ wirtschaftlicher Unsinn mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) getrieben werde. Trotz des permanent weiteren Ausbaus der Windkraftindustrie sei nicht erkennbar, dass der Anteil an der Stromförderung aus Wind signifikant gestiegen wäre und gleichzeitig der CO2 Ausstoß entsprechend zurückgehe.

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Gastreferent Peter Geisinger, Vorsitzender Vernunftkraft Odenwald e.V. bei seinem Vortrag

Er bezweifelte die Sinnhaftigkeit des Referenzertragsmodells, nach dem Windräder auch an Standorten gebaut würden, die aufgrund ihrer mangelhaften Windhöffigkeit dafür überhaupt nicht infrage kämen und für die die Subventionen dann entsprechend höher ausfielen. Er verwies auf eine Darstellung des Kasseler Steuerberaters Daldorf, der mit einer Gesamtzusammenstellung der 1620 Jahresabschlüsse der Windparkbranche zwischen 2000 – 2013 einen dauerhaften Erlösausfall von -13,2% ausgemacht habe, womit die erhebliche Ertragsschwäche vieler Windparks nachgewiesen ist. Trotzdem werde weiter in Windkraft investiert,weil es politisch gewollt sei. „Die Politiker haben die Öffentlichkeit in die Irre geführt und es wird Zeit, dass diese sich endlich darüber im Klaren ist und entsprechend reagiert,“ so Geisinger in seinem Schlussappell.

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Windkraftindustrie an unserer Bergstraße vor der Entscheidung?

Zum einjährigen Bestehens der BI Gegenwind Schriesheim, zugleich aber auch aus Anlass der Gründung des Vereins Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. wollen wir am Freitag 14. Juli (19:00 Uhr) die interessierte Bürgerschaft auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Neben eigenen Beiträgen wird Peter Geisinger, Vorsitzender von Vernunftkraft Odenwald e.V. zum Thema „Windkraftausbau“ referieren und dabei Ursachen, Sinnhaftigkeit, Nutzen und versorgungstechnische und ökonomische Folgen diskutieren. Die Veranstaltung findet statt im Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen“, Heidelberger Str. 3, Schriesheim (Eintritt frei).

Zu dieser Veranstaltung sind alle Bürgerinnen und Bürger aus der Region, in erster Linie selbstverständlich aus Schriesheim und Hirschberg sehr herzlich eingeladen. Eine entsprechende Einladung erging bereits an unsere Gemeinderäte und an die Bürgermeister – auch an die des angrenzenden Gemeindeverwaltungsverbands Schönau (mit Wilhelmsfeld, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach) sowie Vertreter aus Wald-Michelbach. Bekanntlich ist unser Ziel, Windkraftindustrie in unserem Naherholungsgebiet zu verhindern. Machen Sie sich ein Bild und diskutieren Sie mit über Sinn und Unsinn von Windrädern bei uns im Wald.

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NRW: CDU/FDP will keine neuen Rotoren im Wald

Die neue Koalition in Düsseldorf will „von Nordrhein-Westfalen aus….einen energiepolitischen Neustart“ einleiten. Das Ziel sei, die Energiewende „sicherer, kostengünstiger und ökologisch nachhaltiger“ zu gestalten. Weiter heißt es im Koalitionsvertrag: „Wir wollen die privilegierte Netzeinspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern für Neuanlagen beenden und die Preisbildung für jeden Anbieter wieder am Strommarkt ermöglichen.“ Zur Windenergie lesen wir u.a.: „Die Verpflichtung…..zur Ausweisung von Vorrangzonen wird ebenso wie die Privilegierung der Erzeugung im Wald aufgehoben.“ Zudem soll ein Mindestabstand von „1.500 Meter zu reinen und allgemeinen Wohngebieten rechtssicher“ umgesetzt werden.

Kurz und knapp heißt das: Keine neuen Windräder mehr im Wald, mehr Abstand und Abschaffung der Subventionen. Sind wir am Beginn einer „Wende der Energiewende?“ Die FAZ (17.06.) schreibt zu diesem Thema, dass „die Art, wie der Windkraftausbau in NRW vorangetrieben wurde, für die Grünen ein Glaubwürdigkeitsproblem“ sei und zitiert den FDP-Chef Lindner: „Wie kann denn eine Partei, die aus der Umweltbewegung kommt, zulassen, dass riesenhafte Anlagen mitten in den Wald gebaut werden, die dann noch nicht einmal zur Sicherung der Energieversorgung beitragen, weil Trassen und Speicher nicht entwickelt sind.“ Wer kann dem widersprechen?

Auch im Saarland tut sich etwas. Laut Saarbücker Zeitung (19.06.) soll das Waldgesetz des Saarlandes geändert werden, um den Ausbau der Windkraft im Staatswald zukünftig zu begrenzen. Wie es heißt, dürfen Windräder nur noch auf „solchen Waldflächen errichtet werden, wo sie auch einen wichtigen Betrag zur Energiewende leisten können“. Zudem müssten die Standorte bereits erschlossen sein, so dass „der Boden keiner großen zusätzlichen Belastung durch die Errichtung neuer Windräder ausgesetzt wird.“

Und dann Schleswig-Holstein: Hier scheinen sich die Geister langsam aber sicher zu scheiden. Dort hat sich die neue „Jamaika-Koalition“ aus CDU, FDP und Grünen darauf verständigt, den Windkraftzubau in Zukunft „erheblich zu drosseln“. Das wird auch langsam Zeit, denn bei „gutem Wind“ wird – wie auch von uns bereits mehrfach berichtet – so viel Strom erzeugt, der ob fehlender Leitungen und Speicher nicht verwendet werden kann und der dann zu Negativ-Preisen an unsere Nachbarländer weitergereicht oder schlichtweg ins Niemandsland verklappt wird.

Was zu diesen Meldungen überhaupt nicht passt, ist die heute (22.06.) in 2. und 3. Lesung erfolgte „Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“, wonach die Tötung von Tieren zum Zwecke des Windradausbaues rechtlich legitimiert wird. Vermutlich ist es den Lobbyverbänden gelungen, das SPD-geführte Umweltministerium, das den Antrag eingebracht hat, von dieser Notwendigkeit zu überzeugen. Jetzt warten wir einmal ab, wie die Reaktionen hierauf sind.

Es bleibt spannend – und wir bleiben unverändert weiterhin „hart am Wind“ – sic!

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Sinn und Unsinn

Der Anteil des Wind- und Solarstroms am Gesamtenergiebedarf in Deutschland beträgt aktuell nur 3,4%; fast auf gleicher Höhe liegt der Anteil des Atomstromes mit 3,2%, der von den verbliebenen zehn der ehemals 17 Atomkraftwerke noch erzeugt wird. Der Anteil des Stromes am Gesamtenergiebedarf beträgt seit vielen Jahren rd. 20%, entsprechend höher, also rd. 13%, sind dann die obigen Anteile an der Stromerzeugung. Wenn wir den Atomstrom durch Wind- und Solarstrom ersetzen woll(t)en, bedeutet dieses schlichtweg eine Verdoppelung der aktuellen Solarflächen bzw. Windkraftanlagen – theoretisch! Denn da nicht immer die Sonne scheint und nicht immer ausreichend Wind weht, gehen Experten davon aus, dass mindestens eine Verdreifachung, wenn nicht sogar eine Vervierfachung der aktuellen Kapazitäten erforderlich wäre – womit diese Energiequellen immer noch nicht grundlastfähig sein würden. Man möge sich ausmalen, wie unsere Landschaften auf der Basis der derzeit rd. 28tsd bereits bestehenden Windkraftanlagen aussehen würden! 70, 80, 100tsd. Windräder? Führende unabhängige Wissenschaftler reden sich den Mund fusselig und weisen gebetsmühlenhaft darauf hin, dass es nicht gelingen wird, die Kohle- und sonstigen fossilen Kraftwerke innerhalb der nächsten Jahrzehnte abzuschaffen, weil der eingeschlagene Weg zur „Rettung unseres Planeten“ falsch ist. Zu den prominenten Wissenschaftlern zählt auch Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, bis 2016 Leiter des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Er leugnet die Erderwärmung durch Erhöhung des CO2-Anteils in der Atmosphäre nicht, plädiert aber dafür, das Erneuerbare-Energie- Gesetz (EEG) aus dem Jahre 2000 abzuschaffen bzw. grundsätzlich zu überarbeiten. Auch plädiert er für die Ausweitung des (europäischen) Handels mit CO2-Zertifikaten auf den gesamten Globus. Politiker in Berlin – an erster Stelle! – und Brüssel sind daher aufgefordert, das Thema „Handel mit fossilen Brennstoffen“ neu zu regulieren und die ideologischen „Windmacher“ auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Wir wehren uns gegen den Unsinn, gegen die weitere Verschandelung unserer Landschaften, gegen die Verstümmelung unserer Wälder, gegen die Zerstörung unserer Naherholungsgebiete. Was werden unsere Enkel in 20, 30 Jahren dazu sagen? Auch für sie müssen wir weiterhin „hart am Wind“ bleiben!

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CO2–reiner „Ökostrom“ seit1925

Manchmal lohnt es sich, in alten Klamotten zu wühlen. Jeder kennt sie – die Neckar-Schleuse in Schwabenheim. Aber die wenigsten wissen, dass seit 1925 die drei mit Wasserkraft betriebenen Turbinen, die zusammen eine Leistung von 7,2 MW haben, im Jahresdurchschnitt rd. 45 Mio. KWh „sauberen“ Strom erzeugen. Das reicht bei angenommenen 3500 KWh/Jahr für rd. 13tsd Haushalte in der näheren Umgebung. Bemerkenswert – aber nicht überraschend: dieser Strom ist „nachhaltig“ und grundlastfähig, da er weder vom Wind noch von der Sonne abhängig ist – der Neckar ist da ein sehr viel zuverlässigerer Partner! Schwabenbeimer Strom steht Tag und Nacht zur Verfügung und hat nicht unseren Wald „auf dem Gewissen“. Theoretisch entspräche Schwabenheim fünf Windkraftanlagen in der Größenordnung Typ Enercon E 115 mit 149 m Nabenhöhe (plus 60 m Rotorblätter) – unter der Voraussetzung, dass der Wind weht…

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Scharfe Rüge des Regionalverbandes

Auf der letzten Sitzung des Planungsausschusses des VRRN (Verband Region Rhein-Neckar) Ende Mai stand u.a. die Beschlussfassung einer Stellungnahme zum „Teilregionalplan Erneuerbare Energien Südhessen“ für den Bereich des Landkreises Bergstraße auf der Tagesordnung. Damit war zwar klar, dass es sich ausschließlich um hessisches Gebiet handelte und unsere Region nicht direkt betroffen sein würde; gleichwohl ging es aber um „die gute Nachbarschaft“. Wie von uns mehrfach berichtet, ist das Gebiet um Wald-Michelbach – also direkt auf dem „Grenzgebiet“ zu Baden-Württemberg – in den besonderen Fokus der Windkraftindustrie geraten. Hierbei sei angemerkt, dass die badischen Nachbargemeinden in keinerlei Weise in die Pläne der in Darmstadt zuständigen Regierungspräsidentin Lindscheid („Die Grünen“) eingeweiht gewesen waren, weshalb der Ausschuss einstimmig ein scharfe Rüge Richtung Darmstatt sandte. Das Gleiche gilt für das Greiner Eck weiter südlich, das zudem überhaupt keine Vorrangfläche war; trotzdem sind dort fünf Windräder erstellt und inzwischen auch in Betrieb genommen worden. So funktioniert nachbarschaftliche Landespolitik – wobei offenbar vorher niemand von einem Umzingelungsverbot eine Ahnung gehabt haben dürfte. Bezüglich unserer für Windräder infrage kommenden Konzentrationszonen 10 und 11 auf Schriesheimer und z.T. Hirschberger Gemarkung wurde vom Planungsausschuss festgestellt, dass der Verband Region Rhein-Neckar ein sogenanntes „Ausschlussgebiet“ nicht ausweisen könne, in dem Windenergie unzulässig wäre. Vielmehr werde hierüber – wie von uns bereits berichtet – der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim voraussichtlich Ende November 2017 entscheiden. Bleiben wir also gemeinsam „hart am Wind“!

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Kein Zuschlag für neue Windprojekte in Baden-Württemberg

Die Bundesnetzagentur hat Mitte Mai die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde bekanntgegeben; die Ausschreibungsfrist endete am 01. Mai 2017. Nach dem neuen EEG 2017 (Erneuerbare-Energien-Gesetz) müssen sich Interessenten für neue Windparks ab sofort einem Ausschreibungsverfahren unterwerfen, um in den Genuss der staatlichen Förderung zu kommen. Zuvor wurde die Investition mit einem festen Betrag zum Teil über 20 Jahre subventioniert; für 2017 beträgt diese Umlage bzw. „Subvention“ noch 6,88 Ct/KWh für Projekte, die vor dem 31.12.2016 genehmigt worden sind.

Wie der Veröffentlichung der Netzagentur zu entnehmen ist, ging kein einziger Zuschlag nach Baden-Württemberg – alle Projekt liegen im Norden. Die Spanne der genehmigten Zuschläge lag bei einem Mittel von 5,71 Ct/KWh zwischen 5,58 und 5,78 Ct/KWh – also schon einmal beachtlich unter dem aktuellen Zuschlag. Wenn Baden-Württemberg jetzt nicht dabei ist, ist das ja logisch, da auch wir immer wieder darauf hingewiesen haben, dass Windkraftindustrie in unserer Region allein wegen der viel zu geringen Windhöffigkeit nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Zuschläge ergingen dabei zu 96% an kleine, überwiegend von Bürgern gegründete Energiegenossenschaften, die einem einfacheren Genehmigungsverfahren unterliegen.

Jetzt könnte man daraus folgern, dass ab sofort keine neuen Windräder bei uns in BW mehr gebaut werden (können) – da sind wir aber nicht sicher. Denn schon kommen erste Stimmen aus Stuttgart, dass das Ausschreibungsverfahren geändert werden müsse, um unser Bundesland nicht von der Windkraft „abzuhängen“. Unser Umweltminister Franz Untersteller aus („Die Grünen“) wird sich also mächtig in‘s Zeug legen müssen (das nächste Ausschreibungsverfahren ist bereits für August vorgesehen), damit er in unserem windarmen Ländle weiterhin mit seinem Vorzeigeprojekt Windraftindustrie glänzen kann. Leider vergisst er dabei, dass damit zig-Quadratkilometer Wald zum Opfer fallen würden – Bäume, an denen sich die Grünen noch vor nicht allzu langer Zeit angekettet haben, um sie vor dem Fällen zu retten.

Wir sind aber auch nicht sicher, ob Untersteller dieses gelingen wird, zumal gerade ibei uns in Baden-Württemberg der Widerstand gegen den Windwahn inzwischen stark zugenommen hat und weiterhin wächst. Auch deshalb bleiben wir weiterhin „hart am Wind“.

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Am „Stillfüssel“ klafft eine riesige Wunde

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Rhein-Neckar-Zeitung 23. Mai 2017

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„Die Grünen“: Politisch gewünschter Landschaftsumbau

Für einige Aufregung sorgte kürzlich ein Artikel in den Weinheimer Nachrichten (06.05.2017), in dem auf eine Presseerklärung der Grünen Wald-Michelbach hingewiesen wurde. Wie wir gelesen haben, wird der geänderte Teilplan Erneuerbare Energien zum Regionalplan Südhessen nun zum zweiten Mal und noch bis heute 19. Mai offengelegt. In der Pressemitteilung werden die Bürger auf das Recht der Stellungnahme hingewiesen, da nur „mit Einspruch der Berechtigten später eine Klage möglich ist“. Weiter heißt es: „Die Gemeinde Wald-Michelbach mit einer Fläche von 7436 Hektar weist gemäß dieses Entwurfes eine Gesamtvorrangfläche zur Nutzung der Windenergie von 605,8 Hektar aus und ist somit flächenbezogen eine der leistungsstärksten Gemeinden des politisch gewünschten Landschaftsumbaus des südhessischen Raumes.“ Und dann: „Beeinträchtigungen der Erholungsfunktion dieser Räume sind zwangsläufig mit der Nutzung der Windenergie verbunden und sind zur Erreichung der klimapolitischen Ziele hinzunehmen.“ Wir sind voller Bewunderung ob dieser Aussagen und fragen uns, wo die einst von den „Grünen“ propagierten Wertevorstellungen geblieben sind. Sind wir eventuell die „neuen“ Grünen?

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Es grünt so grün, wenn Schriesheims Grüne glüh’n…..

Die „Schriesheimer Ökostromer“ hatten in der vorletzten Ausgabe des Schriesheimer Mitteilungsblatts (18/17) die „Gegner der Energiewende in unserer Region“ als „ideologische Schwestern und Brüder der AfD“ eingeordnet. Unterzeichnet war der Artikel von Wolfgang Fremgen, gleichzeitig Mitglied („Die Grünen“) des Schriesheimer Gemeinderates. Wir haben der Stadtverwaltung Schriesheim unsere Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht und erneut darauf hingewiesen, dass unsere Bürgerinitiative politisch neutral und unabhängig agiert und Mitglieder und Freunde aus allen Parteien – und dazu gehören auch Die Grünen – bei uns aufgehoben sind „mit dem einzigen Ziel, Windkraftindustrie in unserer nahen Umgebung zu verhindern“ – wie es in unserer Mitteilung an die Stadtverwaltung heißt. Was den Ökostromer Fremgen zu dieser Aussage getrieben hat, bleibt uns verschlossen. In der Erwiderung der Stadtverwaltung heißt es immerhin, dass „eine Auseinandersetzung mit dem (polit.) Inhalt von Artikeln (nicht ) erfolgt“ und „keine Zensur“ ausgeübt wird. Diese Aussage nehmen wir dagegen gern zur Kenntnis – unabhängig davon haben wir aber noch einmal „nachgehakt“ (Fortsetzung folgt).

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