Aktivitäten der BI Gegenwind

Das Kernteam hat vor wenigen Tagen die Marschroute zumindest bis Ende November 2016 festgelegt, wenn der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim die weitere Planung für die Genehmigung von Konzentrations-zonen für Windkraftindustrie in unserer Region voraussichtlich veröffentlichen wird.

Folgende Veranstaltungen unsererseits sind geplant (jeweils 20:00 Uhr, Änderungen vorbehalten)

Donnerstag 06. Oktober 2016:

Vortragsveranstaltung: „Windräder im Wald – werden Natur- und Landschaftsschutz ausgehebelt?“

(Hotel Restaurant Neues Ludwigstal Schriesheim)

Donnerstag 20. Oktober 2016:

Jahresfeier der BI Gegenwind mit öffentlicher Sitzung

(Gasthaus „Zum Löwen“, Leutershausen)

Donnerstag 10. November 2016:

Problem Naturschutz und Gesundheitsbelastung durch Windkraftanlagen

Vortrag und Diskussion mit Betroffenen (Gasthaus „Zur Rose“, Leutershausen)

Die entsprechenden Einladungen mit weiteren Einzelheiten werden wir rechtzeitig bekanntgeben – denn es versteht sich, dass wir auch in diesem Falle „hart am Wind“ bleiben.

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Wirtschaftswoche: „Zweifel an der Klimapolitik“

Der renommierte ehemalige Professor an der Fachhochschule Kiel, Gonde Dittmer, bezweifelt in einem Interview mit der Wirtschaftswoche (04.09.2016), dass der Umweltschutz das wahre Ziel der Energiewende sei. Vielmehr verdichtet er die These, dass es überwiegend ökonomische Interessen seien, die aber in der öffentlichen Diskussion bewusst verschwiegen würden. So stellt er fest, dass bisher noch „kein Kilogramm CO2-Emisison vermieden worden“ sei, weil der fossile Energieaufwand, der sowohl zur Erzeugung als auch zum Betrieb von Windkraftanlagen erforderlich sei, nicht in die Berechnungen einfließen. So macht er klar, dass ein Windrad etwa vier Jahre braucht, um die „Energie zurückzugewinnen, die bei der Herstellung benötigt wurde.“ Das bedeute damit, dass ein Windrad erst nach gut 48 Monaten netto „seine“ erste Kilowattstunde abgebe. Die Profiteure seien zweifellos Investoren und Landbesitzer. Wenn ein Bauer für einen geeigneten Standort bis zu 100tsd Euro jährliche Pacht einstreichen kann, wird es ihm nicht schwer fallen, seine Kühe zu verkaufen – eine, wenngleich absurde Art einer „Bereinigung des Milchmarktes“. So berichtete gerade dieser Tage die Berliner Morgenpost  (18.09.) darüber, „wie ein Dorf unter den Windrädern leidet“: Die Idylle in jenem brandenburgischen Dorf ist dahin, die Einwohner sind zerstritten, weil die Landbesitzer ihr Land für viel Geld der Windkraftindustrie zur Verfügung gestellt haben – andere wegen der ständigen Geräuschkulisse keine Ruhe mehr finden, die sie sich in der Dorfidylle erhofft hatten.

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Windenergienutzung in BW – aktuelle Daten

Die Drucksache 16/317 vom 15.08.2016 des Landtags von Baden-Württemberg nimmt Stellung zu einem Antrag der SPD-Fraktion, die über den weiteren Ausbau der Windenergienutzung in BW informiert werden wollte. Demnach lag der Anteil der Windenergie  an der Bruttostromerzeugung im Kalenderjahr 2015 bei 1,3% (2014 bei 1,2% und 2013 bei 1,1%). Am Verbrauch gemessen lag der Anteil der Windenergie bei lediglich 0,8% – in 2014 und 2013 lag dieser noch bei 0,9%, d.h. dass der Verbrauchsanteil trotz erhöhter Anzahl von Windrädern rückläufig ist, denn: in den Jahren 2013 bis 2015 sind in BW insgesamt 72 Windräder neu in Betrieb genommen worden, hinzu kommen im ersten Halbjahr 2016 noch 66 Neuinstallationen. Weiter heißt es, dass sich derzeit 265 Windkraftanlagen „in laufenden Genehmigungsverfahren“ befinden. Wie von uns bereits geschrieben, sollen bis 2020 insgesamt 1200 Windräder 10% unseres Stromverbrauchs „sichern“ – das wird spannend.

Unklar scheint weiterhin die Frage nach der Abstandsregelung. Aus dem Koalitionsvertrag ist zu deuten, dass für künftige Windkraftanlagen ein Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohnbebauung gelten soll(te). Umweltminister Untersteller („Die Grünen“) weicht nunmehr zu diesem Thema aus und gibt zu bedenken, dass es sich „bei den Vorsorgeabständen..….um sogenannte weiche Tabuzonen“ handele, „die über den nach Immissionsschutzrecht notwendigen Mindestabstand (harte Tabuzone) hinausgehen.“ Im Grunde geht es offenbar darauf hinaus, dass jeder „kommunale Planungsträger“ – also jede Gemeindeverwaltung – mittels der jeweils erforderlichen Baugenehmigung über den Mindestabstand zu entscheiden hat. Damit bleibt der Windenergieerlass vom 09. Mai 2012, mit dem die Abstandsempfehlung von 700 Metern festgelegt wurde, unverändert gültig – alles klar? Abschließend heißt es in der Drucksache 16/317: „Die Landesregierung hat der Windenergienutzung vonseiten des Landes eine klare Perspektive eröffnet und wird die verantwortungsbewusste Nutzung ihrer Potenziale weiter befördern.“ Auch die BI Gegenwind wird ihre Potenziale weiterhin nutzen und bleibt damit unvermindert „hart am Wind“.

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Energieversorger auf Abwegen

Nicht jedem wird bekannt sein, dass unsere grün-schwarze Regierung in Stuttgart plant, die Anzahl der Windenergieanlagen (WEA) in Baden-Württemberg bis zum Jahre 2020 auf mindestens 1200 Anlagen zu erhöhen; derzeit sind 510 in Betrieb, weitere 310 befinden sich in der Planung. Wenn das Projekt aufgehen soll, müssten also ab sofort in fünf Tagen zwei neue Anlagen erstellt und in Betrieb genommen werden. Selbstverständlich ist auch „unsere“ EnBW voll im Geschäft und sucht – wie auf der Internetseite zu lesen ist – „weiterhin nach neuen Flächen, um dort mit Windkraft die Energiewende voranzubringen.“ Nach eigenen Angaben betreibt die EnBW Stand 2015 an 25 deutschen Standorten „rund 116 Windräder“ mit einer installierten Leistung von „rund 200 Megawatt“, die „rechnerisch“ etwa 90.000 Haushalte mit Energie versorgen.

Die Presse berichtete dieser Tage über das EnBW-Projekt in Adelberg, eine gute Autostunde östlich von Stuttgart gelegen. Ursprünglich sollten dort neun Windkraftanlagen gebaut werden, aus Gründen des Tierschutzes wurde die Planung jedoch auf zwei WEA’s reduziert, obwohl nach wie vor unumstritten ist, dass die Windräder in einem „regelmäßig frequentierten Flugkorridor von zwei Rotmilan-Brutpaaren“ stünden – grundsätzlich ein K.O.-Kriterium für Windräder. Nunmehr ist bekannt geworden, dass der staatseigene Energiekonzern eine „Ausnahmegenehmigung vom Tötungsverbot für den Rotmilan beantragt“ hat, um die Windräder trotzdem dort bauen zu können, mit der Begründung, dass das „öffentliche Interesse“ das verankerte Tötungsverbot für den Rotmilan „deutlich überwiege“. Spätestens jetzt werden sich die Bürger vor Ort fragen, wer das „öffentliche Interesse“ darstellt, wenn diese sich seit Jahren gegen das Projekt gewehrt haben. Und zum Thema Arten- bzw. Tierschutz zum Projekt Adelberg lesen wir auf der EnBW-Internetseite den lapidaren Hinweis: „Die Erhebungen zu den einzelnen naturschutzfachlichen Gutachten, insbesondere auch die Kartierungen zum Vogel- und Fledermausaufkommen haben im Frühjahr bis Herbst 2015 stattgefunden.“ Vom Ergebnis ist leider nichts zu erfahren.

Wir sollten also Acht geben, wer was betreibt bzw. uns hintertreibt. Allein dieses Beispiel zeigt, dass die Politik die inzwischen in die Diskussion geratene „Energiewende“ unverdrossen weiter voranbringen will – und das offenbar ohne Rücksicht auf Verluste. Kein Wunder, wenn Ministerpräsident Kretschmann immer wieder klarmacht, dass in „seinem Land“ an einem breiten Ausbau der Windkraftindustrie kein Weg vorbeiführt – wobei ihm ja auch egal ist, dass für jedes Windrad ein Hektar Wald gefällt wird, Bäume, an denen er sich – die Grünen – vor Jahren noch angekettet hat/haben, um sie genau davor zu schützen. Was bleibt uns anderes übrig, als weiterhin „hart am Wind“ zu bleiben.

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Die BI Gegenwind trifft sich mit der Politik

Auf Einladung des CDU-Ortsverbands traf sich Anfang vergangener Woche unsere BI mit dem Landtagsabgeordneten Georg Wacker; einziger Tagesordnungspunkt war die Windkraftindustrie an unserer Bergstraße. Dabei bekräftigte Wacker noch einmal sein Votum zur Windkraftindustrie in unserer Region – sein „NEIN“ zu Windrädern in unserer Region vor der Landtagswahl im März sei unverändert gültig. Er musste sich allerdings anhören lassen, dass sich die CDU bei den Koalitionsverhandlungen mit den „Grünen“ in puncto Windkraft voll hat über den Tisch ziehen lassen – denn die „Grünen“ seien bekanntlich nicht „einen Deut“ von ihrer Windkraftideologie gewichen. Wacker konnte diesem nicht widersprechen, gab aber zu verstehen, dass in einer Koalition, die „beide eigentlich nicht wollten“, aufgrund „unserer politischen Verantwortung eben Kompromisse“ gemacht werden müssten. Uneinigkeit herrschte beim Thema „Infraschall“ Die BI Gegenwind hatte Ende Juni in einem Vortrag des Hirschberger Arztes Dr. Livio Slesina klargemacht, welche gesundheitlichen Schäden durch von Windräder verursachtem Infraschall entstehen, mehrere wissenschaftliche Studien würden dieses belegen. Wacker meinte hierzu, dass ihm „niemand erzählt hat, dass das gesundheitsschädlich ist“ und es daher weiterer Untersuchungen und Gutachten bedürfe. Wacker munterte die BI Gegenwind auf, in ihrem Bemühen, Windkraftindustrieanlagen im Gebiet der „Hohe Waid/Schriesheimer Hütte“ zu vermeiden, nicht nachzulassen. Er selber hoffe, dass Windräder bei uns nicht gebaut werden. Und was, wenn doch? Wir bleiben „hart am Wind“!

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Beschlussvorlage abgesegnet

Der Gemeinderat hat auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause wie erwartet keine abschließende Stellungnahme zur Aufstellung eines Flächennutzungsplans zur Standortsteuerung von Windkraftanlagen in den vom Nachbarschaftsverband vorgesehenen Konzentrationszonen im Gebiet um die „Hohe Waid/Schriesheimer Hütte“ abgegeben, sondern das Verfahren zunächst an den Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim zurückverwiesen. Grund dafür sind – und unsere Lokalpresse hat hierüber ausführlich berichtet – „noch viele offene Fragen“, wie u.a. „mögliche Auswirkungen auf Sichtbeziehungen und die Erschließbarkeit sowie Erschließungsaufwand. Ferner soll eine FFH-Vorprüfung durchgeführt werden und mögliche Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet geprüft werden.“ Wie zu erfahren war, wird der Nachbarschaftsverband Ende November 2016 neue Beschlüsse zur Windkraftindustrie in unserer Region bekanntgeben. Wir werden die Entwicklung entsprechend weiterverfolgen und bleiben unverändert „hart am Wind.“

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„ILPÖ“Studie: Was steckt dahinter?

Unterdessen ist eine Studie des Instituts für Landschaftsplanung und Ökologie (ILPÖ) der Uni Stuttgart in die Öffentlichkeit gelangt. Unsere Kollegen von Gegenwind Weinheim haben die Studie ausführlich auf ihrer Homepage (www.gegenwind-weinheim.de) dokumentiert; auch die Weinheimer Nachrichten haben am 27. Juli ausführlich darüber berichtet. Nach den vorliegenden Informationen soll die Studie von Umweltminister Untersteller (Grünen) selbst in Auftrag gegeben worden sein, die Veröffentlichung der Ergebnisse, die offenbar nicht nach dem „Geschmäckle“ Unterstellers waren, von ihm aber aktiv behindert wurden/werden.

In der Studie wird „die gesamte Bergstraße.….mit der höchstmöglichen Zahl von 10 Punkten als unbedingt schützenwert eingestuft“ (WN). Wie es weiter heißt, gäbe die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBN) die Daten nur auf „explizite Anfrage“ heraus, „eine öffentliche Downloadmöglichkeit“ sei nach Aussage von Gegenwind Weinheim ausdrücklich nicht gewünscht. Das lässt den Verdacht aufkommen, dass gerade beim Thema Windkraftindustrie der Landschaftsschutz in den Hintergrund gerät und nur stramme politische Ideologie gilt. Auch hierbei bleiben wir „hart am Wind“!

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ARD Montag, 1. August 2016 um 21:45 Uhr – Der Kampf um die Windräder

Der Kampf um die WindräderHier klicken um die Reportage in der ARD Mediathek anzusehen.

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Windindustrie in unserem Wald? Jetzt wird es ernst!

Gemeinderatsitzung am 26.07.2016 um 18 Uhr

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Windkraftindustrie: Wichtige Termine am 20. und 26. Juli 2016

Die Gemeinderäte der Stadt Schriesheim und der Gemeinde Hirschberg werden am Mittwoch 20. Juli bzw. Dienstag 26. Juli über das weitere Vorgehen in Sachen Windkraftindustrie auf ihren jeweiligen Gemarkungen beraten. Wie aus der öffentlich zugängigen Beschlussvorlage der Schriesheimer Verwaltung hervorgeht – und die Vorlage der Gemeinde Hirschberg dürfte sich an dieser orientieren – sollen die Konzentrationszonen 10 und 11, also Gebiete der Gemeinden Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim dem Nachbarschaftsverband als mögliche Standorte von Windkraftanlagen benannt werden. Gemäß Rhein-Neckar-Zeitung vom 15. Juli handelt es sich dabei um das Gebiet „Hohe Waid/Zins“ an der Gemarkungsgrenze Schriesheim/Hirschberg, an der Grenze zu Dossenheim um den Bereich „Langer Kirschbaum“ sowie auf Dossenheimer Gemarkung um den „Hohen Nistler“. Wie es in der Beschlussvorlage weiter heißt, „ist ein sehr deutliches Meinungsbild in der Bürgerschaft entstanden, dass die erste Hanglage des Odenwaldes frei von Windenergieanlagen bleiben sollte“ und daher „die entsprechenden Flächen, also die Konzentrationszonen 9 und 12 direkt an der Hangkante, dauerhaft nicht mehr für Windenergie zur Verfügung stehen“ sollten. Wir sind gespannt, was jetzt wirklich gemeint ist!

Es geht also um wegweisende Entscheidungen! Wir rufen daher alle Mitstreiter und Sympathisanten auf, bei den (öffentlichen) Sitzungen der Gemeinderäte anwesend zu sein:

Schriesheim: Mittwoch 20. Juli um 17:00 Uhr (vorverlegt von urspr. 19:00 Uhr)
Hirschberg: Dienstag 26. Juli um 18:00 Uhr

Die BI’s Gegenwind Schriesheim und Hirschberg hoffen auf rege Beteiligung!

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