Zur Jahreswende

Die BI Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V., die aus dem Zusammenschluss der BI Gegenwind Hirschberg und BI Gegenwind Schriesheim im Februar 2017 entstanden ist, hat auch im zweiten Jahr ihres Bestehens nicht nachgelassen, die Öffentlichkeit auf die Problematik zu einzelnen Themen in der Energiewende hinzuweisen. Ziel unseres Vereins ist unverändert, Windkraftindustrie auf den Gemarkungen Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim (in den sogenannten Konzentrationszonen 10 und 11) zu verhindern. Wir halten diese sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht für nicht vertretbar; Einzelheiten und Hintergründe haben wir immer wieder in unseren zahlreichen Beiträgen – insbesondere in den Mitteilungsblättern Hirschberg und Schriesheim – dargestellt. Auch im jetzt zu Ende gehenden Jahr haben wir viel Zuspruch und Unterstützung erhalten, wofür wir uns bei allen Freunden und Mitstreitern sehr herzlich bedanken. Wir können gar nicht anders, als unsere Arbeit auch im nächsten Jahr fortzuführen, zumal wir davon ausgehen, dass der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim nach Lage der Dinge in absehbarer Zeit konkrete Entscheidungen über die Standorte der Windräder in unserer Region treffen wird (müssen) – womit wir unverändert „hart am Wind“ bleiben.

Die BI Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. wünscht allen unseren Lesern eine gesegnete Weihnacht und einen reibungslosen Übergang in das Jahr 2019.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

„End of Landschaft“ Kinoabend nur mäßig besucht

Nur rund achtzig Besucher hatten sich zum Kinoabend unserer Bürgerinitiative Gegenwind im Evangelischen Gemeindezentrum in Dossenheim bei der Aufführung des Dokumentarfilms „End of Landschaf“ eingefunden – angesichts der Relevanz des Themas eine enttäuschende Zahl. Das mag auch daran gelegen haben, dass unsere Lokalpresse es vermieden hat, trotz unserer Bitte auf die Veranstaltung hinzuweisen. Den eingeladenen Stadt- bzw. Gemeinderäten aus Schriesheim und Hirschberg war der Weg nach Dossenheim offenbar auch zu weit. Es wäre sicherlich hilfreich gewesen, um über weitere Einblicke die Problematik der Windkraftindustrie besser zu verstehen, denn letzten Endes könnten unsere Räte in die Entscheidung über Windkraftanlagen in unserem nahen Waldgebiet mit eingebunden werden. Aber vielleicht lag es auch daran, dass sie – um ein Zitat unseres Bürgermeisters aufzugreifen — „bereits gut informiert sind.“ Vielleicht lag es auch an den vielen Gänsen, die in dieser Jahreszeit den Weg des Irdischen nehmen (müssen).

Karl-Heinz Weinert, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative, ging in seiner Begrüßung kurz auf den Inhalt des Film ein. Es sei ein kritischer Film – aber kritisch sein, hinterfragen, verstehen und als freier Bürger seine Meinung zu sagen, sei „Teil unseres Engagements für unsere Heimat, der Bergstraße und dem Odenwald“. Und was im südhessischen Odenwald, in unmittelbarer Nähe zu Baden-Württemberg begonnen habe und weiterhin geschehe, sei brutaler Frevel an einem „Naturschutzgebiet, das seit 2015 die Auszeichnung „UNESCO Global Geopark“ trägt – ein Weltkulturerbe!

Jörg Rehmann, Autor und Produzent des Films, ist eine Kombination aus Dokumentation und Romantik gelungen, die aufrüttelt. Seine Reise durch das Energiewendeland Deutschland führte ihn nach Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie nach Ostfriesland mit eindrucksvollen Berichten von Menschen, denen die Energiewende Haus und Hof geraubt hat. Aus seiner Heimat Hunsrück berichtet Rehmann über Menschen, die sich aus der städtischer Unbill in die „pure Natur“ begeben haben und plötzlich riesige Windkraftmonster vor der Haustür haben. Mit interessanten Interviewpartnern und Medienausschnitten wird der Film zu einem Weckruf an die verantwortlichen Politiker, die die Probleme der Energiewende ignorieren oder auch wegdiskutieren. Und wenn selbst die Expertenkommission „Monitoring der Energiewende“ in ihrem jüngsten Kommentar feststellt, dass die Energiewende „nicht auf allen Feldern wie gewünscht vorankommt“ und „erheblicher Handlungsbedarf“ besteht: wo bleiben endlich die Reaktionen? Für uns gilt daher der Weckruf, weiterhin „hart am Wind“ zu bleiben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Großer Kinoabend: „End of Landschaft“ am 29. November 19:30 Uhr

scan0025Im Untertitel heißt es: „Verliert Deutschland das Gesicht?“ Der Film hat die Energiewende kritisch unter die Lupe genommen und mit einer Kombination aus Wirtschaftskrimi und Naturfilm Fakten und Folgen der Windkraftindustrie deutlich gemacht. Er ist noch nicht offiziell „verlegt“ worden, hat aber aufgrund privater Initiative für Verbreitung und entsprechend große Aufmerksamkeit gesorgt, so dass auch wir ihn zur Aufführung bringen werden, und zwar am

Donnerstag 29. November 2018 um 19:30 Uhr im

Gemeindezentrum Martin-Luther-Haus

Am Kronenburger Hof 6 in Dossenheim

(Eintritt frei)

Die Dokumentation ist ein absolutes „Muss“ für diejenigen, die die Thematik zur Energiewende verstehen möchten. In erster Linie geht es um den Erhalt unserer Naturlandschaft – ein sensibler Film, der dennoch fordert, aufdeckt und wachrüttelt. Er ist ein Plädoyer für Klimaschutz und für eine faire Energiewende – und damit ein kritisch-informatives Roadmovie jenseits fernsehüblicher Berichterstattung. Wir gehen davon aus, dass der Film (105 Minuten) großes Interesses findet; der Eintritt ist frei; Parkplätze in der Tiefgarage in unmittelbarer Nähe zum Gemeindehaus stehen ausreichend zur Verfügung.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Sticht Naturschutz die Windkraft stets aus?

Der nachstehende Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 17. Oktober 2018
gibt einen Überblick zum aktuellen Stand zum Thema „Windkraftindustrie“
an unserer heimischen Bergstraße. Wie wir lesen, sind die Konzentrationszonen
10 und 11 (Hirschberg/Schriesheim/Dossenheim) nach wie vor
aktuell – etwas Anderes war ja auch nicht zu erwarten. Wie es weiter heißt,
hat der Regionalverband noch keinen abschließenden Bericht erteilt,
so dass die Entscheidung des Nachbarschaftsverbands damit weiterhin anhängig ist.
Wir bleiben deshalb unverändert in Hab-Acht-Stellung bez. „hart am Wind“
und sind um zusätzliche Informationen bemüht.

20181017-rnz-windkraft-bergstrasse-120181017-rnz-windkraft-bergstrasse-2Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 17. Oktober 2018

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Klimawandel: Irdische Normalität

Nicht nur die veränderten Voraussetzungen für die Installation von Windkraftanlagen im Binnenland haben das Thema Klimawandel wieder verstärkt in unser Bewusstsein gebracht, auch die Aktionen am Hambacher Forst haben dazu beigetragen – und damit auch die Diskussion über die umstrittene CO2 – Reduzierung. In der Rhein-Neckar-Zeitung vom v. 08.09.2018 hat unser Hirschberger Mitbürger Dr. Ing. Hans Kruse in einem Leserbrief hierzu Stellung genommen. Der Autor ist damit einverstanden, wenn wir seinen Text hier wiedergeben:

„Der Klimawandel ist eine irdische Normalität. Der Klimawandel entsteht nicht durch das menschengemachte CO2, da die CO2-Konzentration in der Luft (0,038 %) völlig bedeutungslos für das Klima ist. Das Klima ändert sich durch die Solarzyklen, wodurch die Erdtemperatur ständige Wechsel erlebt. (Siehe im Internet: Vortrag von Prof. em. Friedrich-Karl Ewert über globale Temperaturmessungen). Die Gründe hierfür sind:

1) Der Erdkörper ändert sich laufend;

2) Die Bahnparameter der Himmelskörper ändern sich;

3) Die Energiezufuhr von der Sonne ist variabel.

Der Einfluss des CO2 ist nicht erkennbar. Es gab stärkere Warmphase vor der Industrialisierung und vor dem Beginn der weltweiten CO2-Emissionen, und es gab langandauernde Kaltphasen noch während der zunehmenden CO2-Emissionen. Daraus kann man nicht den Schluss ziehen, dass wir mit unseren menschengemachten CO2-Emissionen das Klima beeinflussen.“

Dem Normalbürger bleibt weiterhin verschlossen, warum der marginale menschengemachte CO2 –Anteil für den „Klimawandel“ – wenn dieses überhaupt zutrifft – verantwortlich sein soll, was im Übrigen auch noch wissenschaftlicher Nachweise bedarf. Er wird aber als Vorwand benutzt, um aus Kohle, Gas, Öl und andere Brennstoffe auszusteigen, wobei immer wieder vergessen wird, dass Sonne und Wind kein vollwertiger Ersatz sein können. Nachweisbar hat uns der Braunkohlestrom im Sommer vor dem Black-Out gerettet, in der Spitze sogar bis zu 31,2% Anteil an der Gesamtproduktion. Die aktuelle Energiewende wird gegen die Wand fahren, solange es nicht gelingt, für Strom aus Sonne und Wind (u.a.) entsprechende Speichermöglichkeiten zu schaffen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Entscheidungen ante portas?

Dieser Tage flatterte ein neues EnBW-Magazin in unsere Briefkästen. Neben dem Thema „Bienen auf dem Balkon“ wird ausführlich über den weiteren Ausbau der Windkraftanlagen auf hoher See berichtet – ein fürwahr gigantisches Vorhaben, das bei uns Landratten nur Staunen verursacht. Wir haben ja nichts dagegen, wenn dort Windräder erstellt werden, wo die entsprechenden Windverhältnisse vorherrschen und dementsprechend effizient sind – auch wenn auf See einmal Flaute herrschen kann. Wir sind unverändert dagegen, dass Windräder in windarmen Gebieten gebaut werden, und es weithin dann noch erforderlich ist, ganze Wälder abzuholzen. Dazu gehören auch die bekannten Konzentrationszonen 10 und 11 auf Hirschberger/Schriesheimer Gemarkung, die im Focus des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim stehen und für die in allernächster Zeit eine (Vor-) Entscheidung erwartet wird: die nächste Verbandssitzung findet am 13. Dezember 2018 im Mannheimer Stadthaus statt. Zuvor wird der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) am 08. Dezember im Mannheimer Rosengarten zu einer Sitzung zusammenkommen. Tagesordnungspunkt 5 lautet: Einheitlicher Regionalplan Rhein-Neckar – Teilregion Windenergie mit „Beschluss zur dritten Anhörung und Offenlage“. Auf die Ergebnisse beider Sitzungen sind wir schon jetzt sehr gespannt; sobald uns weitere Einzelheiten vorliegen, werden wir hierauf zurückkommen.

Im Übrigen stellen wir fest, dass die Windkraftbranche zunehmend unter Beschuss geraten ist. Bei drei Herstellern haben sich „finanzielle Schwierigkeiten“ eingestellt, was damit begründet wird, dass der Zubau im Binnenland („on-shore“) ins Stocken geraten ist, da das neue Fördersystem (das Ausschreibungsverfahren) die Branche zu mehr Effizienz zwingen soll. Auch haben Prüfvereine vor Unfällen und Risiken durch Windräder aufmerksam gemacht. Hinzu kommen die bisher ungelösten Probleme, die sich beim Abriss tausender Windräder ab 2020 ergeben, wenn die ersten Fördermaßnahmen auslaufen. All‘ das reicht uns, die Entwicklung weiter zu verfolgen und damit entsprechend unverändert „hart am Wind“ zu bleiben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Grün gegen Grün – wenn für Windräder Wald gerodet wird

Die schwarz-grüne Regierung in Hessen will die Energiewende vorantreiben und setzt dabei auf Windenergie. Auf zwei Prozent der Landesfläche sollen Windräder gebaut werden, vor allem auch in geschützten Waldgebieten.

Ein Großteil dieser sogenannten Windvorranggebiete befindet sich auf den Höhenlagen der hessischen Mittelgebirge, zum Beispiel im Reinhardswald oder Kaufunger Wald. Das sind Wälder mit zum Teil 800 Jahre alten Baumbeständen.

Natur- und Umweltschützer kritisieren dieses Vorgehen. Sie bemängeln zum Beispiel, dass der Schutz heimischer Greifvögel außer Acht gelassen werde. So findet etwa der Rotmilan in den nordhessischen Mittelgebirgen eigentlich einen idealen Lebensraum vor. Doch Windenergieanlagen sind für ihn oft tödlich. Vogelexperten befürchten, dass deutschlandweit jährlich um die 700 Rotmilane von Windrädern erschlagen werden. Das könne den Gesamtbestand des Greifvogels gefährden, warnen sie.

Frontal 21 zeigt am Beispiel Hessen, wie Wälder immer mehr zu Industriegebieten werden, negative Auswirkungen inklusive.

Hier klicken um das Video anzusehen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Umweltminister gibt Windkraft-Ziel auf

rnz180613Rhein-Neckar-Zeitung 13.06.2018

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Stillfüssel: Gefahr in Verzug

Das Verwaltungsgericht Darmstadt lehnte am 29.03.1028 den Eilantrag eines Umweltverbands ab, den Bau und Betrieb der fünf Windräder auf dem Stillfüssel bei Wald-Michelbach zu stoppen – das Gericht sah keine Versäumnisse des Regierungspräsidiums Darmstadt hinsichtlich der Prüfung des dortigen Vorhabens, insbesondere in Bezug auf die streng geschützten Vogelarten wie Schwarzstorch und Rotmilan. Wie wir von der BI Siedelsbrunn/Ulfenbachtal erfahren haben, beweisen aktuelle Fotodokumentationen gerade das Gegenteil: Es gibt umfangreiches Foto- und Filmmaterial von Schwarzstorch-Sichtungen in unmittelbarer Nähe zu den Rotoren der Windräder. Der Betreiber der Anlage am Stillfüssel, die ENTEGA in Darmstadt, hatte seinerseits einen Gutachter bestellt, der „keine relevanten Flugbewegungen“ feststellen konnte – wie auch, wenn dieser vom Investor bezahlt wird? Die BI Siedelsbrunn ist letztlich „davon überzeugt, dass die politische Einflussnahme und der gewaltige Zeitdruck (die Erteilung der – vorläufigen – Genehmigung der Anlage am Stillfüssel erfolgte am 31.12.2016) dazu geführt haben, dass das Regierungspräsidium Darmstadt eklatante Ermittlungsdefizite und damit eine fehlerhafte Umweltverträglichkeits-Vorprüfung bewusst in Kauf genommen habe.“ Das ist schlichtweg erbärmlich.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Zweite Ausschreibung 2018 für „Wind an Land“


Die 2. Ausschreibung für Windkraft an Land in diesem Jahr (die fünfte seit Einführung des neuen Verfahrens) wird bei der Windkraftindustrie Wohlbefinden ausgelöst haben. Von den ausgeschriebenen 670 Megawatt (MW) wurden 111 Gebote für 604 MW abgegeben, d.h., dass die ausgeschriebene Menge erstmalig unterzeichnet wurde. Das hatte zur Folge, dass der durchschnittliche Zuschlagswert sich gegenüber der letzten Ausschreibung (01.02.2018) von 4,73 ct/Kwh auf 5,73 ct/Kwh erhöhte – satte 21%. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu in ihrer Pressemitteilung vom 17. Mai 2018: „Die leichte Unterzeichnung einer Ausschreibung bestätigt den Trend der letzten Runden mit zurückgehenden Gebotsmengen.“ Die meisten Zuschläge gingen nach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg war (erstmalig) mit fünf Zuschlägen „erfolgreich“, davon gingen zwei an die EnBW (Landkreis Rottweil/Gemeinde Dorhan und Schwäbisch-Hall/Rot am See). Zurückgehende Gebotsmengen treiben den (Subventions-)Preis nach oben – der Windkraftindustrie stehen goldene Zeiten bevor – und wir bleiben „hart am Wind“.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar