Wahlkampf: Wo bleibt denn das Thema „Energie(-Wende)“?

Nicht nur uns dürfte aufgefallen sein, dass das Thema „Energie-(Wende)“ in den aktuellen TV-Talk-Shows eher eine untergeordnete Rolle spielt bzw. kaum zur Aussprache kommt. Dieses ist doch bemerkenswert, könnte aber durchaus ein Indiz dafür sein, dass die Mehrzahl der Parteien sich in puncto „Zukunft Energie“ mehr oder weniger einig sind. Aber es könnte auch ein Indiz dafür sein, dass bei der Mehrzahl der Bevölkerung das Thema offenbar nur sekundär bzw. noch gar nicht richtig angekommen ist, zumal in vielen Fällen vorher gefragt wird,  welche Themen diskutiert werden soll(t)en.

Das haben wir uns durchaus anders vorgestellt, zumal inzwischen über tausend Bürgerinitiativen sich gegen den Ausbau von Windkraft öffentlich bekannt haben und sich dementsprechend wehren – insbesondere selbstverständlich in Natur- und Landschaftsschutzgebieten und in Gebieten mit zu geringer Windhöffigkeit. Der Mannheimer Morgen veröffentlichte am 18. August 2017 einen Gastbeitrag der umstrittenen Energiewissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Kemfert, in dem diese behauptet, dass die Energiewende die Demokratie stärke: „Die Energiewende schützt bzw. stärkt die Demokratie“. Wir sind da anderer Meinung. Die Energiewende gefährdet und schwächt die Demokratie – einfach deshalb, weil ideologisch irregeleitete Politiker gegen den Willen der meisten Bürger gerade die Windkraftindustrie ohne Rücksicht auf Verluste weiter ausbauen wollen, weil sie sich der Windkraftlobby ergeben haben.

Wir sind ja nicht gegen die Energiewende, nur muss sie anders und damit zielgerichteter sein. Unsere Bundeskanzlerin hatte sich kürzlich für den Dieselmotor stark gemacht – nur für einen anderen und damit besseren. Das Gleiche sollte auch für die Energiewende gelten – aber eben auch für eine andere. Wir müssen mehr in Forschung und Entwicklung investieren und nicht die jährlichen Milliarden Subventionen an die Betreiber von Solar- und Windrädern verbrennen, ohne dass sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der  Gesamtenergieerzeugung inzwischen spürbar erhöht hätte.

Wir sind gespannt, was uns nach dem 24. September in Sachen Energie erwartet und bleiben selbstverständlich „hart am Wind“.

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Staatsschutz am „Stillfüssel“

Obwohl das Genehmigungsverfahren zum Aufbau von zunächst 5 Windkrafträdern am „Stillfüssel“ oberhalb von Siedelsbrunn noch nicht abgeschlossen ist, werden die Arbeiten unverändert weitergeführt. Nachdem die Rodung bereits erfolgte, geht es nunmehr um die Betonierung der für die Windrädern erforderlichen Plattformen. Angesichts der fortschreitenden Bautätigkeiten am „Stillfüssel“ erreicht uns folgende Nachricht der Bürgerinitiative Vernunftkraft Odenwald, deren Wortlaut wir hier entsprechend wiedergeben:

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
 
das Land Hessen hat eine neue Stufe der irrwitzigen Eskalation erklommen:
 
Der Staatsschutz wurde bei der heutigen (DI 05.09.) Demonstration am Stillfüssel zur Beobachtung friedlicher Bürgerinnen und Bürger, die gegen die Verschandelung ihrer Landschaft, die Zerstörung von geschützten Naturflächen und die zu erwartende Belästigung durch Schall und Infraschall protestieren, zusammen mit einem großen Polizeiaufgebot eingesetzt:
 
http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2387&cHash=db7d18fc5e7fa02eba933d94d394fcf3
 
https://www.vernunftkraft-odenwald.de/index.php/2017/09/05/stillfuessel-staatsschutz-gegen-friedliche-demonstranten/
 
Das bedeutet: Demonstranten gegen den Windkraftausbau werden auf eine Stufe mit Terroristen, staatsgefährdenden Personen, politisch motivierter Kriminalität, Verratsdelikten und NS-Verbrechen gestellt!!
 
Das bedeutet auch: Mit der Energiewende lässt sich mittlerweile ALLES rechtfertigen!
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger, wehren Sie sich gegen die Opferung unserer Grundrechte auf dem Altar einer nicht funktionierenden Energiewende, protestieren Sie mit Schreiben an die hessische Landesregierung, stehen Sie auf und nehmen Sie an Demonstrationen teil, vor Allem bei Frau Merkel am 9. September in Fulda und am 22. September in Heppenheim!
 
Mit freundlichen Grüßen
Peter Geisinger
 
Vernunftkraft Odenwald e.V.
Bürgermeister-Dörr-Straße 9
64739 Höchst im Odenwald
info@vernunftkraft-odenwald.de
www.vernunftkraft-odenwald.de

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Protestdemo in Heppenheim: Früherer Landrat solidarisiert sich mit BI‘s

Auf Einladung der Initiative Vernunftkraft Odenwald e.V. haben Vertreter unseres Vereins Mitte letzter Woche an einer Protestkundgebung in Heppenheim teilgenommen, auf der der frühere Landrat des hessischen Kreises Bergstraße Matthias Wilkes der Windkraftindustrie eine deutliche Abfuhr erteilte. Mit klaren Argumenten kritisierte er die Politiker, die nicht einsehen wollten, dass sie mit ihrer ideologisch instrumentierten Absicht, den Windkraftausbau ohne Rücksicht auf Verluste voranzutreiben, auf einem Irrweg sind. Letztlich sprach Wilkes von „Volksverdummung, reinem Unsinn und volkswirtschaftlicher Katastrophe“ und machte damit klar, dass wir, „die Stromkunden die Dummen“ seien (siehe hierzu auch die Rhein-Neckar-Zeitung vom 19.08.). Das viele Geld, das für Subventionen und überschüssigen Strom ausgegeben werde, sei wegen mangelnder Speicherkapazitäten fehl geleitet und sollte dort in Forschung und Entwicklung fließen – anstatt an die Windparkbetreiber.

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Zweites Ausschreibungsverfahren: Baden-Württemberg geht wieder leer aus

Nach der zum 01. Januar 2017 erfolgten Änderung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017) müssen sich Interessenten für Windkraftanlagen einem Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur unterziehen, um in den Genuss der staatlichen Förderung für ihre Anlagen zu kommen. Zuvor wurde die Investition mit einem festen Betrag – für 2017 sind dieses 6,88 Ct/Kwh – subventioniert; wir haben hierüber mehrfach berichtet. Bei der ersten Ausschreibung Mitte Mai ds. Js. ging kein einziger Zuschlag nach Baden-Württemberg, was seitens unserer Landesregierung verständlicherweise kritisch beurteilt worden war und man bereits forderte, das Ausschreibungsverfahren zu ändern. Dieses Vorhaben dürfte nunmehr erneut auf dem Tisch unseres Umweltministers Franz Untersteller („Die Grünen“) landen, nachdem auch die zweite Ausschreibung per 01. August für Baden-Württemberg wieder ein Desaster war: kein einziger Windkraftstandort in BW erhielt einen Zuschlag! Das zeigt ein weiteres Mal, dass Windkraftindustrie in unserem Bundesland allein aufgrund der mangelnden Windhöffigkeit nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Zuschläge der zweiten Runde gingen mit 63 % vorwiegend in den Osten, und hier vor allem nach Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt – was ja verständlich ist, denn nur dort machen Windräder (wenn überhaupt) Sinn, wenn entsprechender Wind weht. Herr Untersteller wird nunmehr alle Hände voll zu tun haben, um sein Projekt zur Verspargelung Baden-Württembergs weiter voran zu treiben. Wir sind gespannt, wie unsere Landesregierung nunmehr reagiert, weshalb wir hier selbstverständlich „hart am Wind“ bleiben.

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ZDF-Beitrag scharf kritisiert – Bericht zur Vorstandssitzung am 04. August 2017

Vorstand und Beirat trafen sich Ende letzter Woche zum turnusgemäßen Gedankenaustausch. Vorsitzender Goerlach berichtete von seiner Teilnahme an der Donnerstags-Demo in Wald-Michelbach, zu der rd. 150 Aktivisten gekommen waren. Dieses sei bereits die 12. Demo der BI Gegenwind Siedelsbrunn gewesen, die auch weiterhin jeden Donnerstag um 18:00 in Wald-Michelbach gestartet wird, um gegen das Vorhaben des Regierungspräsidiums Darmstadt zu protestieren, den Stillfüssel zur Windkraftindustriezone auszubauen. Für die 16. Demo am 24. August hat sich Landrat a.D. Matthias Wilkes angesagt, der inzwischen u.a. Vizepräsident des Verbandes Deutscher Naturparks ist.

Zur Aussprache kam die Sonderveröffentlichung der Welt am Sonntag (23.07.17), in dem die Erfolge der Energiewende in Zweifel gezogen werden. Der Artikel, der inzwischen allen Vereinsmitgliedern und weiteren Interessenten zugestellt worden ist, habe bundesweit Aufsehen erregt, und man könne nur hoffen, dass auch die verantwortlichen Politiker diese Lektüre zur Kenntnis genommen haben, um zumindest intensiv über das Thema nachzudenken. Der Autor des Artikels kommt schließlich zu dem Fazit: „Deutschland befindet sich mitten im Märchen ‚Des Klima-Kaisers neue Kleider‘ kurz vor der Stelle, an der das Kind sagt: Der ist ja nackt.“ Und weiter: „Höchste Strompreise, keine Co2-Einsparung, wachsende Konflikte mit dem Naturschutz, Gefahren für die Versorgungssicherheit und unveränderte Importabhängigkeit.“

Auch der am Vorabend (Donnerstag 03.08. um 22:15 Uhr) vom ZDF ausgestrahlte Beitrag über „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Energiewende“ (Beitrag in ZDF Mediathek hier ansehen) wurde lebhaft diskutiert. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass der Beitrag ein Wunschdenken dargestellt und die Wirklichkeit völlig ignoriert habe. Wie wir inzwischen gehört haben, wurde seitens „Vernunftkraft“ bereits Programmbeschwerde beim ZDF eingereicht (siehe auch unseren Link zu Vernunftkraft-Odenwald.de) „Echte Kritiker“ der Energiewende seien überhaupt nicht zu Wort gekommen – auch wenn ein Professor der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin klar gemacht habe, dass die „selbstgesteckten Ziele der Energiewende in weiter Ferne“ seien. Der Beitrag plädierte eindeutig für den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien, wobei alte Forderungen, wie die nach einem Netzausbau mit „Stromautobahnen“, mittlerweile nicht mehr als zielführend gelten. Immerhin, so ein Beiratsmitglied, komme das Thema Energiewende kurz vor den Wahlen doch noch „richtig in Fahrt“. Und wenn die Bundesländer NRW, Saarland und Schleswig-Holstein mit ihren neuen Koalitionen „erste Signale“ gesetzt hätten, den Windkraftausbau nicht nur zu überdenken, sondern auch zu reduzieren, so sei dieses doch ein Zeichen dafür, dass „etwas in Bewegung“ gekommen sei. Insofern wird auch die weitere Entwicklung in Niedersachsen verfolgt. Sollte es am 15. Oktober in Hannover zu einer Koalition aus CDU und FDP kommen, wird der Windkraftausbau in diesem Bundesland, in dem übrigens die meisten Windräder stehen, vermutlich auch auf den Prüfstein kommen.

Der Vorsitzende kündigte dann noch an, dass das diesjährige Sommerfest des Vereins am 26. August stattfinden wird; hierzu würde die entsprechende Einladung in den nächsten Tagen ausgesandt.

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Eigentlich sollte es langsam reichen…

Das Thema Energiewende nimmt immer mehr Fahrt auf. Aber Hand auf’s Herz: Als das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ vor jetzt 17 Jahren, also im Jahre 2000 ins Leben gerufen wurde, hat doch niemand von uns intensiv darüber nachgedacht, wie dieses sich entwickeln, geschweige denn, welche Konsequenzen sich für jeden Einzelnen daraus ergeben würden. Wir können uns aber erinnern, dass die heutige Holzfällerpartei („Die Grünen“) die treibende Kraft hinter dem Projekt war – mit dem inzwischen vielfach zitiertem Ausspruch des damaligen Umweltministers Jürgen Trittin, dass die Windkraftsubventionierung „eine Kugel Eis im Monat“ pro Haushalt kosten würde. Diese Kugel Eis kostet inzwischen rd. 25 Euro pro Person. Und was hat uns das alles gebracht? Die bis dato errichteten rd. 27.000 Windräder und 1,6 Mio. Photovoltaikanlagen, für die bisher rd. 160 Mrd. Euro Subventionen von uns, den Stromverbrauchern, erbracht worden sind, tragen aktuell gerade einmal 3,1% des Primärenergieverbrauches bei. Viel wichtiger aber ist, dass das Ziel der Energiewende, nämlich die Reduzierung des Kohlendioxydausstoßes (CO2) trotz der immensen Investitionen bei uns in keiner Weise erreicht worden ist – im Prinzip ist dieser seit 2009 unverändert. Denn CO2 soll und ist wohl, wenngleich umstritten für unseren Klimawandel verantwortlich. Dabei vergessen wir, dass der deutsche Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß knappe 2% beträgt und dieser zu 95% vom Menschen gar nicht beeinflusst werden kann.

Die Wissenschaft weist seit langem fast schon gebetsmühlenhaft auf den Irrweg der Energiewende hin. Über 800 Bürgerinitiativen sind permanent unterwegs und wehren sich gegen den Starrsinn der Politiker, die einfach nicht einsehen wollen, dass sie auf dem Holzweg sind. Aber Achtung: Es gibt erste Anzeichen, dass sich ein Umdenken breitmacht. Auch Planer und Verantwortliche der Energiewende kommen mehr und mehr zu der Ansicht, dass sich etwas ändern muss, denn allein anhand der bekannten Zahlen lassen sich keine Fortschritte feststellen. Der deutsche Strom ist der teuerste in Europa, weitere Preissteigerungen sind bereits angekündigt – jetzt sollte es langsam reichen!

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Gelungene Geburtstagsfeier – Geisinger: „Irreführung der Öffentlichkeit“

Aus Anlass des einjährigen Bestehens der BI Gegenwind Schriesheim und ebenso der Gründung des nachbarschaftlichen Vereins Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. hatte dieser zu einer Informationsveranstaltung in den „Goldenen Hirsch“ in Schriesheim eingeladen. Rund 80 Besucher hatten sich eingefunden, um sich zum Thema Windkraftindustrie in unserer nahen Region auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Der Verein ist eine Gemeinschaftsgründung der BI’s Gegenwind Schriesheim und Hirschberg.

Vorstand Hans-Joerg Goerlach begrüßte die Gäste. Neben Walter Müller vom Landesverband ba.-wü. Bürgerinitiativen gegen Windkraft hatte sich auch eine Delegation der BI Wald-Michelbach/Siedelsbrunn mit ihrer Vorsitzenden Vera Krug auf den Weg gemacht. Von den eingeladenen Gemeinderäten aus Schriesheim bzw. Hirschberg konnte leider niemand begrüßt werden. Das war insofern enttäuschend, als dass beide Gemeinden in absehbarer Zeit über die Installation von Windrädern auf ihrer Gemarkung – i.e. den bekannten Konzentrationszonen 10 und 11 – zu entscheiden haben und es sicherlich nicht geschadet hätte, sich zum und über das Thema weiter zu informieren.

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Ein starkes Team: Vorstand und Beirat Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. mit Vera Krug (l.), Vorsitzende  BI Gegenwind Siedelsbrunn

Frank Funcke, stlv. Vorsitzender des Vereins gab einen kurzen Rückblick auf die Aktivitäten der BI Gegenwind Schriesheim in ihrem ersten Jahr ebenso wie Karl-Heinz Weinert, Sprecher der BI Gegenwind Hirschberg, der den Gästen auch erklärte, wie und warum es zur Gründung des nachbarschaftlichen Vereins gekommen ist.

Gastreferent  Peter Geisinger, Vorsitzender von Vernunftkraft Odenwald e.V. sprach dann über die Sinnhaftigkeit, Nutzen und versorgungstechnische, aber auch über die ökonomischen Folgen der Energiewende unter besonderer Berücksichtigung der Windkraftindustrie – die lokale Presse hat hierüber inzwischen ausführlich berichtet. Geisinger legte anhand zahlreicher Statistiken, die z.T. seit einigen Jahren aus unerklärlichen Gründen nicht weitergeführt würden, dar, welch‘ wirtschaftlicher Unsinn mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) getrieben werde. Trotz des permanent weiteren Ausbaus der Windkraftindustrie sei nicht erkennbar, dass der Anteil an der Stromförderung aus Wind signifikant gestiegen wäre und gleichzeitig der CO2 Ausstoß entsprechend zurückgehe.

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Gastreferent Peter Geisinger, Vorsitzender Vernunftkraft Odenwald e.V. bei seinem Vortrag

Er bezweifelte die Sinnhaftigkeit des Referenzertragsmodells, nach dem Windräder auch an Standorten gebaut würden, die aufgrund ihrer mangelhaften Windhöffigkeit dafür überhaupt nicht infrage kämen und für die die Subventionen dann entsprechend höher ausfielen. Er verwies auf eine Darstellung des Kasseler Steuerberaters Daldorf, der mit einer Gesamtzusammenstellung der 1620 Jahresabschlüsse der Windparkbranche zwischen 2000 – 2013 einen dauerhaften Erlösausfall von -13,2% ausgemacht habe, womit die erhebliche Ertragsschwäche vieler Windparks nachgewiesen ist. Trotzdem werde weiter in Windkraft investiert,weil es politisch gewollt sei. „Die Politiker haben die Öffentlichkeit in die Irre geführt und es wird Zeit, dass diese sich endlich darüber im Klaren ist und entsprechend reagiert,“ so Geisinger in seinem Schlussappell.

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Windkraftindustrie an unserer Bergstraße vor der Entscheidung?

Zum einjährigen Bestehens der BI Gegenwind Schriesheim, zugleich aber auch aus Anlass der Gründung des Vereins Gegenwind Schriesheim-Hirschberg e.V. wollen wir am Freitag 14. Juli (19:00 Uhr) die interessierte Bürgerschaft auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Neben eigenen Beiträgen wird Peter Geisinger, Vorsitzender von Vernunftkraft Odenwald e.V. zum Thema „Windkraftausbau“ referieren und dabei Ursachen, Sinnhaftigkeit, Nutzen und versorgungstechnische und ökonomische Folgen diskutieren. Die Veranstaltung findet statt im Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen“, Heidelberger Str. 3, Schriesheim (Eintritt frei).

Zu dieser Veranstaltung sind alle Bürgerinnen und Bürger aus der Region, in erster Linie selbstverständlich aus Schriesheim und Hirschberg sehr herzlich eingeladen. Eine entsprechende Einladung erging bereits an unsere Gemeinderäte und an die Bürgermeister – auch an die des angrenzenden Gemeindeverwaltungsverbands Schönau (mit Wilhelmsfeld, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach) sowie Vertreter aus Wald-Michelbach. Bekanntlich ist unser Ziel, Windkraftindustrie in unserem Naherholungsgebiet zu verhindern. Machen Sie sich ein Bild und diskutieren Sie mit über Sinn und Unsinn von Windrädern bei uns im Wald.

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NRW: CDU/FDP will keine neuen Rotoren im Wald

Die neue Koalition in Düsseldorf will „von Nordrhein-Westfalen aus….einen energiepolitischen Neustart“ einleiten. Das Ziel sei, die Energiewende „sicherer, kostengünstiger und ökologisch nachhaltiger“ zu gestalten. Weiter heißt es im Koalitionsvertrag: „Wir wollen die privilegierte Netzeinspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern für Neuanlagen beenden und die Preisbildung für jeden Anbieter wieder am Strommarkt ermöglichen.“ Zur Windenergie lesen wir u.a.: „Die Verpflichtung…..zur Ausweisung von Vorrangzonen wird ebenso wie die Privilegierung der Erzeugung im Wald aufgehoben.“ Zudem soll ein Mindestabstand von „1.500 Meter zu reinen und allgemeinen Wohngebieten rechtssicher“ umgesetzt werden.

Kurz und knapp heißt das: Keine neuen Windräder mehr im Wald, mehr Abstand und Abschaffung der Subventionen. Sind wir am Beginn einer „Wende der Energiewende?“ Die FAZ (17.06.) schreibt zu diesem Thema, dass „die Art, wie der Windkraftausbau in NRW vorangetrieben wurde, für die Grünen ein Glaubwürdigkeitsproblem“ sei und zitiert den FDP-Chef Lindner: „Wie kann denn eine Partei, die aus der Umweltbewegung kommt, zulassen, dass riesenhafte Anlagen mitten in den Wald gebaut werden, die dann noch nicht einmal zur Sicherung der Energieversorgung beitragen, weil Trassen und Speicher nicht entwickelt sind.“ Wer kann dem widersprechen?

Auch im Saarland tut sich etwas. Laut Saarbücker Zeitung (19.06.) soll das Waldgesetz des Saarlandes geändert werden, um den Ausbau der Windkraft im Staatswald zukünftig zu begrenzen. Wie es heißt, dürfen Windräder nur noch auf „solchen Waldflächen errichtet werden, wo sie auch einen wichtigen Betrag zur Energiewende leisten können“. Zudem müssten die Standorte bereits erschlossen sein, so dass „der Boden keiner großen zusätzlichen Belastung durch die Errichtung neuer Windräder ausgesetzt wird.“

Und dann Schleswig-Holstein: Hier scheinen sich die Geister langsam aber sicher zu scheiden. Dort hat sich die neue „Jamaika-Koalition“ aus CDU, FDP und Grünen darauf verständigt, den Windkraftzubau in Zukunft „erheblich zu drosseln“. Das wird auch langsam Zeit, denn bei „gutem Wind“ wird – wie auch von uns bereits mehrfach berichtet – so viel Strom erzeugt, der ob fehlender Leitungen und Speicher nicht verwendet werden kann und der dann zu Negativ-Preisen an unsere Nachbarländer weitergereicht oder schlichtweg ins Niemandsland verklappt wird.

Was zu diesen Meldungen überhaupt nicht passt, ist die heute (22.06.) in 2. und 3. Lesung erfolgte „Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“, wonach die Tötung von Tieren zum Zwecke des Windradausbaues rechtlich legitimiert wird. Vermutlich ist es den Lobbyverbänden gelungen, das SPD-geführte Umweltministerium, das den Antrag eingebracht hat, von dieser Notwendigkeit zu überzeugen. Jetzt warten wir einmal ab, wie die Reaktionen hierauf sind.

Es bleibt spannend – und wir bleiben unverändert weiterhin „hart am Wind“ – sic!

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Sinn und Unsinn

Der Anteil des Wind- und Solarstroms am Gesamtenergiebedarf in Deutschland beträgt aktuell nur 3,4%; fast auf gleicher Höhe liegt der Anteil des Atomstromes mit 3,2%, der von den verbliebenen zehn der ehemals 17 Atomkraftwerke noch erzeugt wird. Der Anteil des Stromes am Gesamtenergiebedarf beträgt seit vielen Jahren rd. 20%, entsprechend höher, also rd. 13%, sind dann die obigen Anteile an der Stromerzeugung. Wenn wir den Atomstrom durch Wind- und Solarstrom ersetzen woll(t)en, bedeutet dieses schlichtweg eine Verdoppelung der aktuellen Solarflächen bzw. Windkraftanlagen – theoretisch! Denn da nicht immer die Sonne scheint und nicht immer ausreichend Wind weht, gehen Experten davon aus, dass mindestens eine Verdreifachung, wenn nicht sogar eine Vervierfachung der aktuellen Kapazitäten erforderlich wäre – womit diese Energiequellen immer noch nicht grundlastfähig sein würden. Man möge sich ausmalen, wie unsere Landschaften auf der Basis der derzeit rd. 28tsd bereits bestehenden Windkraftanlagen aussehen würden! 70, 80, 100tsd. Windräder? Führende unabhängige Wissenschaftler reden sich den Mund fusselig und weisen gebetsmühlenhaft darauf hin, dass es nicht gelingen wird, die Kohle- und sonstigen fossilen Kraftwerke innerhalb der nächsten Jahrzehnte abzuschaffen, weil der eingeschlagene Weg zur „Rettung unseres Planeten“ falsch ist. Zu den prominenten Wissenschaftlern zählt auch Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, bis 2016 Leiter des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Er leugnet die Erderwärmung durch Erhöhung des CO2-Anteils in der Atmosphäre nicht, plädiert aber dafür, das Erneuerbare-Energie- Gesetz (EEG) aus dem Jahre 2000 abzuschaffen bzw. grundsätzlich zu überarbeiten. Auch plädiert er für die Ausweitung des (europäischen) Handels mit CO2-Zertifikaten auf den gesamten Globus. Politiker in Berlin – an erster Stelle! – und Brüssel sind daher aufgefordert, das Thema „Handel mit fossilen Brennstoffen“ neu zu regulieren und die ideologischen „Windmacher“ auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Wir wehren uns gegen den Unsinn, gegen die weitere Verschandelung unserer Landschaften, gegen die Verstümmelung unserer Wälder, gegen die Zerstörung unserer Naherholungsgebiete. Was werden unsere Enkel in 20, 30 Jahren dazu sagen? Auch für sie müssen wir weiterhin „hart am Wind“ bleiben!

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