Protestmarsch zum „Weißen Stein“ – Erhöhte Wachsamkeit ist geboten

Rund 50 Aktivisten trafen sich am letzten Samstag am „Langen Kirschbaum“, um gegen die dort und auf Schriesheimer/Hirschberger Gemarkung geplanten Windräder zu demonstrieren. Die Teilnehmer kamen von den umliegenden Bürgerinitiativen und machten sich auf den knapp einstündigen Fußmarsch zum Höhenrestaurant Weißer Stein. Dabei wurde den ihnen unterwegs die Stellen gezeigt, auf denen (zunächst) drei Windräder vorgesehen sind – in unmittelbarer Nähe zum Wanderweg. Bei der Kundgebung am Weißen Stein resümierte Richard Leiner, Vorsitzender der Initiative Rettet den Odenwald, den aktuellen Stand. Er verwies dabei auf die momentan und bis zum 18. Mai laufende 3. Offenlegung des Teilregionalplans Windenergie des Regionalverbands Rhein-Neckar und forderte die Teilnehmer zu entsprechenden Einsprüchen auf. Allerdings sei nicht klar, ob diese Aktion nachhaltigen Erfolg haben wird, da die Zuständigkeit für die Ausweisung von Windradflächen letztlich beim Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim liege. Hierzu zitieren wir aus einer Mitteilung des Verbands Rhein-Neckar: „Auf regionaler Ebene werden seitens des Verbands Rhein-Neckar Vorranggebiete für regionalwirksame Windenergienutzung festgelegt. Alle übrigen Flächen, die nicht als Vorranggebiete festgelegt sind, fallen in die Planungshoheit der Kommunen. Auf kommunaler Ebene legt der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim Konzentrationszonen für die Windenergienutzung fest.“ Leiner machte klar, dass der Nachbarschaftsverband unverändert die Konzentrationszonen 10 (Schriesheim/Hirschberg) und 11 (Langer Kirschbaum-Dossenheim-Heidelberg) als Standorte für Windräder vorsehe neben den Konzentrationszonen 7, 16 und 17 (süd-/südwestlich von Heidelberg). Man müsse davon ausgehen, dass der Nachbarschaftsverband nach Abschluss und Auswertung der aktuellen Offenlegung des Regionalverbands sehr zügig zu einer Entscheidung kommen werde; ein etwaiger Zeitplan sei nicht mitgeteilt worden. Alles deutet daraufhin, dass die Planungen vermutlich weiter fortgeschritten sind als kommuniziert, entsprechend ist erhöhte Wachsamkeit angesagt. Wie es heißt, werden bei den Entscheidungen neueste Gutachten – z.B. kürzlich eingereichte Fledermausgutachten – nicht miteinbezogen; ausschlaggebend sei der Datenbestand aus 2015. Die auf der Kundgebung anwesenden Bürgerinitiativen waren sich deshalb einig, ihren Protest gegen die Windräder in den Konzentrationszonen 10 und 11 zu forcieren; dementsprechend bleiben auch wir weiterhin „hart am Wind“.

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