Windräder am Siedelsbrunner „Stillfüssel“ – Ein Trauerspiel nimmt seinen Lauf

Wir haben des öfteren über die Ereignisse am „Stillfüssel“ berichtet, über das Bauvorhaben der ENTEGA aus Darmstadt und über die Proteste der dortigen Nachbarschaft, die nunmehr ihre Ohnmacht erkennen muss und dem Bau von zunächst 5 Windkraftanlagen fassungslos gegenübersteht. Es gibt zahlreiche Dokumentationen über die Vorgehensweise des Investors, die wir aber an dieser Stelle aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen dürfen.

Dafür gibt es einen Bericht unseres Mitstreiters und Hirschberger Mitbürgers Rainer Neutard, der kürzlich „vor Ort“ war. Er ist damit einverstanden, wenn wir seine Zeilen hier veröffentlichen:

„Liebe Freunde,

 in den letzten Tagen war ich oberhalb von Siedelsbrunn an den neuen Windkraftanlagen. Die Erschließungswege: Brutal, ein erschütterndes Bild. Die allerschlimmsten Befürchtungen werden übertroffen; jede Anlage mit eigener Zufahrt! Breite Schneisen, die Trassen mit großen Kurvenradien, tief gegründet. Die Topografie: Für den Schwerlastverkehr hemmungslos nivelliert. Oben ein Plateau, irgendwie unwirklich, völlig kahl, mehrere Fußballfelder groß und topfeben, für hohen Achsdruck massiv befestigt. Da wächst in den nächsten 100 Jahren kein Baum mehr!

 Erschlossen wird das Plateau über eine Rampe in Baumhöhe – quer durch den Wald. Wenn man es nicht gesehen hat, glaubt man es nicht. Einfach unvorstellbar und deprimierend. Die Grünen haben jegliche Glaubwürdigkeit verloren! Sie lassen Feldhamster, (SAP Arena) und Lurche (B3 Hemsbach) umsiedeln und binden sich an Bäume (Stuttgart 21). Im Wald von Siedelsbrunn müsste es ihnen (und der CDU) das Herz zerreißen. Aber statt dem Volk zuzuhören (Kretschmann), verraten sie die Natur! Ein Skandal; man muss es gesehen haben!“

Hierzu eine Anmerkung der Redaktion:

Die „vorläufige Genehmigung“ zum Bau der (zunächst) 5 Windräder am „Stillfüssel“ ist erst kurz vor Toresschluss (31.12.2016 > Ende der Subventionszusagen) durchgewinkt worden, das eigentliche Genehmigungsverfahren ist aber noch immer nicht abgeschlossen. Investor ist der Versorger ENTEGA in Darmstadt. Zuständig ist das Regierungspräsidium Darmstadt mit ihrer „Grünen“ Präsidenten Dr. Brigitte Lindscheid); Aufsichtsratsvorsitzender der ENTEGA ist der „Grüne“ Oberbürgermeister von Darmstadt Jochen Partsch. Und – last but not least: die ENTEGA gehört zu 96% der Stadt Darmstadt, die damit auch die anfallenden Subventionen kassiert.

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2 Kommentare zu Windräder am Siedelsbrunner „Stillfüssel“ – Ein Trauerspiel nimmt seinen Lauf

  1. Jatrakos sagt:

    Es ist unglaublich, wie ein wunderschönes Fleckchen Erde dem Erdboden gleichgemacht wird! Wo bleiben da Mensch und Tier ??
    Geldgier und maßlose Dummheit regieren scheinbar die Welt!!!

  2. Petra sagt:

    Ja, man ist fassungslos: Ich bin ausdrücklich für die Energiewende und Windkraft ist eine saubere Technologie, die maßvoll eingesetzt, sicher richtig und notwendig ist. Aber nicht „auf Teufel komm raus“ und ohne Sinn und Verstand eingesetzt, mit allen bekannten zerstörerischen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt.
    Früher haben wir Schilder und Aufkleber „Atomkraft nein Danke“ hoch gehalten und sind als Spinner beschimpft worden und heute zahlen alle den Preis. Einige von denen sind heute in Politik und Wirtschaft angekommen, sind Würden- und Leistungsträger und haben scheinbar alles vergessen und biegen sich die Welt so zurecht, wie es am besten passt. Aber Vorsicht: Die Fehler von heute werden in Zukunft bezahlt!

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