Proteste im Odenwald gegen Rodungen

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Rhein-Neckar-Zeitung 15.02.2017

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Ein Kommentar zu Proteste im Odenwald gegen Rodungen

  1. Peter Traichel sagt:

    Schade, daß der Widerstand gegen die vorsätzliche Verhunzung unserer einmaligen Waldlandschaft im Odenwald durch die Windindustrielobby zwar mutig und engagiert aber so wohlerzogen und anständig daherkommt. Die AKW-Gegner in Brockdorf waren das damals nicht. Sie waren rabiat und gewalttätig und – sie waren letztlich damit erfolgreich…Was heute hier im Odenwald, am Stillfüssel geschieht, ist nicht nur ein staatlich subventionierter Umweltfrevel nie gekannten Ausmaßes, eine mit Brachialgewalt vorangetriebene unwiderrufliche Zerstörung unserer Heimat und Demonstration staatlicher Gewalt. Es riecht auch nach Rechtsverweigerung. Wenn Verwaltung und Justiz einhellig mit fadenscheinigen Begründungen alle gegen die Genehmigungen vorgebrachten zulässigen Rechtsmittel zurückweisen und so im laufenden Verfahren und bevor also eine letztinstanzliche Entscheidung getroffen ist, es zulassen, daß nicht wiedergutmachbarer schwerer Schaden durch die Abholzung ganzer Waldgebiete, durch die Zubetonierung und Versiegelung vieler Hektar Waldbodens entsteht, dann machen sie sich gemein mit einer Lobby, dann üben sie Gesinnungsjustiz. Sie hebeln schlicht das Recht aus. Es steht die Frage im Raum, ob nicht eine Nothilfelage gegeben ist. „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ soll mal eine bekannter Schriftsteller gesagt haben – hier liegt wohl ein solcher Fall vor.

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