Wer entscheidet über „Hohe Waid/Zins“?

Vor fünf Monaten, Ende Oktober 2015, hat sich die Bürgerinitiative Gegenwind Hirschberg gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Windkraftindustrie im Gebiet „Hohe Waid/Zins“ der Gemarkungen Hirschberg/Schriesheim zu verhindern – letztlich gilt dieses für die gesamte Badische Bergstraße. Mit Veranstaltungen, mit Flyern und Plakaten, vor allem aber auch in vielen persönlichen Gesprächen ist es ihr „spürbar“ gelungen, die Bürgerschaft auf die Problematik und damit auf den Unsinn des Vorhabens zu sensibilisieren. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Entscheidung, welche „Konzentrationszonen/Vorranggebiete“ für den Bau von Windrädern in Frage kommen könnten, jetzt im April fallen werde. Aufgrund der vielen Eingaben und Widersprüche, die auf die Offenlage bis Mitte November 2015 erfolgten, wird eine Entscheidung des zuständigen Nachbarschaftsverbands vermutlich erst nach den Sommerferien fallen. Von dort hören wir, dass Windräder in unserer Region aufgrund von FFH- und Landschaftsschutzgebieten eher kritisch seien, von der „wirtschaftlichen Seite allerdings als möglich“ gesehen würden; hierzu lägen aber bis dato keinerlei verlässliche Daten vor.

 

Wie es weiter heißt, wird in erster Instanz unser Gemeinderat darüber befinden, ob die „Hohe Waid“ als Standort für Windräder frei gegeben wird oder nicht – wobei eine „Freigabe“ noch nicht bedeutet, dass dort auch gebaut wird, da hierzu ein entsprechender Investor erforderlich ist (wie z.B. die Stadtwerke Viernheim). Gleiches Prozedere wird dann auch in Schriesheim erfolgen müssen; bekanntlich ist die Stimmung im dortigen Gemeinderat für Windkraftindustrie – nicht umsonst hat sich deshalb inzwischen die BI Gegenwind Schriesheim gegründet. Der Nachbarschaftsverband bleibt bei seiner Aussage, dass es sehr schwierig sein wird, sich über den Beschluss eines Gemeinderates hinwegzusetzen. Es dürfte damit jedem klar sein, was das Thema für unseren Gemeinderat bedeutet – und wir bleiben weiterhin „hart am Wind“!

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