Kein Zuschlag für neue Windprojekte in Baden-Württemberg

Die Bundesnetzagentur hat Mitte Mai die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde bekanntgegeben; die Ausschreibungsfrist endete am 01. Mai 2017. Nach dem neuen EEG 2017 (Erneuerbare-Energien-Gesetz) müssen sich Interessenten für neue Windparks ab sofort einem Ausschreibungsverfahren unterwerfen, um in den Genuss der staatlichen Förderung zu kommen. Zuvor wurde die Investition mit einem festen Betrag zum Teil über 20 Jahre subventioniert; für 2017 beträgt diese Umlage bzw. „Subvention“ noch 6,88 Ct/KWh für Projekte, die vor dem 31.12.2016 genehmigt worden sind.

Wie der Veröffentlichung der Netzagentur zu entnehmen ist, ging kein einziger Zuschlag nach Baden-Württemberg – alle Projekt liegen im Norden. Die Spanne der genehmigten Zuschläge lag bei einem Mittel von 5,71 Ct/KWh zwischen 5,58 und 5,78 Ct/KWh – also schon einmal beachtlich unter dem aktuellen Zuschlag. Wenn Baden-Württemberg jetzt nicht dabei ist, ist das ja logisch, da auch wir immer wieder darauf hingewiesen haben, dass Windkraftindustrie in unserer Region allein wegen der viel zu geringen Windhöffigkeit nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Zuschläge ergingen dabei zu 96% an kleine, überwiegend von Bürgern gegründete Energiegenossenschaften, die einem einfacheren Genehmigungsverfahren unterliegen.

Jetzt könnte man daraus folgern, dass ab sofort keine neuen Windräder bei uns in BW mehr gebaut werden (können) – da sind wir aber nicht sicher. Denn schon kommen erste Stimmen aus Stuttgart, dass das Ausschreibungsverfahren geändert werden müsse, um unser Bundesland nicht von der Windkraft „abzuhängen“. Unser Umweltminister Franz Untersteller aus („Die Grünen“) wird sich also mächtig in‘s Zeug legen müssen (das nächste Ausschreibungsverfahren ist bereits für August vorgesehen), damit er in unserem windarmen Ländle weiterhin mit seinem Vorzeigeprojekt Windraftindustrie glänzen kann. Leider vergisst er dabei, dass damit zig-Quadratkilometer Wald zum Opfer fallen würden – Bäume, an denen sich die Grünen noch vor nicht allzu langer Zeit angekettet haben, um sie vor dem Fällen zu retten.

Wir sind aber auch nicht sicher, ob Untersteller dieses gelingen wird, zumal gerade ibei uns in Baden-Württemberg der Widerstand gegen den Windwahn inzwischen stark zugenommen hat und weiterhin wächst. Auch deshalb bleiben wir weiterhin „hart am Wind“.

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