Garzweiler – ein Eldorado der Vögel

Um es noch einmal klarzustellen: Auch wir – die BI Gegenwind Hirschberg – sind nicht grundsätzlich gegen die Windkraftindustrie; wir sind nur dagegen, wenn sie in einer absolut windarmen Region wie der unsrigen, dazu in einem Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet direkt vor unserer Haustür installiert werden soll. Wer kann eigentlich dafür sein? Und warum sind die „Grünen“ dafür, die sich jahrelang an Bäume gekettet haben, um sie vor dem Fällen zu schützen? Ist ihnen eigentlich klar, wie viele Bäume in unserem Wald einem einzigen Windrad zum Opfer fielen?

Auch wir sehen den Weiterbetrieb der bisherigen Kraftwerkslandschaft kritisch, nur müssen wir alle erkennen, dass es hierfür zum momentanen Zeitpunkt keinen Ersatz gibt. So hat das GK Mannheim eine Nennleistung von 1675 MW; eine Windkraftanlage kommt auf eine Nennleistung von 3,5 MW, d.h. dass im theoretischen Fall etwa 480 Windräder das GKM ersetzen könnten – unter der Voraussetzung stets gleich bleibender Windverhältnisse, die es aber nicht gibt. Die Daten belegen, dass ein Windrad nur rd. 10% seiner eigentlichen Leistung erbringt, was bedeutet, dass das GKM nur mit rd. 4800 Windrädern (in ganz BaWü. sind derzeit 450 Anlagen in Betrieb) ersetzt werden kann; hierfür wären wiederum ca. 5000 ha Landschaftsverbrauch erforderlich. Und wenn der Braunkohle-Tagebau in Garzweiler von den „Grünen“ als Verweis genutzt wird, wie Wälder und Feuchtgebiete zu einer „Mondlandschaft“ umfunktioniert wurde, in der „heute kein Vogel mehr singt“, ist das schlichtweg falsch: Garzweiler ist heute ein Eldorado für Vögel, weil Rohbodenhabitate in unserer völlig überdüngten Landschaft fehlen und weil die unmittelbar auf den Abbau folgende Rekultivierung vogelgerecht gemacht wird. Dort brüten u.v.a. Rebhuhn, Baumfalke, Kiebitz, sogar die hochbedrohte Turteltaube ist ansässig, auch der Gesang von vier Grasmückenarten, selbst der der Nachtigall ist dort zu hören.

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