„Greiner Eck“ ante portas?

Die BI Gegenwind Hirschberg, die sich Mitte Oktober des vergangenen Jahres zusammengefunden hat, hat sich auf ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr mit einigen Formalien beschäftigt, um ihre Organisation weiter zu entwickeln. Insbesondere ging es auch um den Beitritt zum „Landesverband BW Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“, da die Hirschberger sich darin einig waren, dass die sich daraus ergebenden Kontakte ein wertvoller Beitrag zur eigenen Arbeit sein werden. Inwieweit es aus der Initiative nunmehr zu einer Vereinsgründung kommt, soll in aller Kürze entschieden werden.
Im Anschluss kam auch das Vorgehen der Landesregierung in Hessen in Sachen „Greiner Eck“ (im südhessischen Gebiet um Hirschhorn/Neckarsteinach) zur Aussprache. Wie die Presse kürzlich berichtet hat, soll das bisher im Regionalplan als Ausschlussfläche für Windkrafträder vorgesehene „Greiner Eck“ innerhalb eines bereits „laufenden Planungsverfahrens und nach Offenlage des Regionalplanentwurfs eine Windkraftvorrangfläche werden.“ Der Projektbetreiber, zu dessen Finanziers auch die Stadtwerke Viernheim gehören, möchte dort 5 Windkraftanlagen errichten.
Es ist allzu verständlich, dass die Schutzgemeinschaft „Rettet den Odenwald“ gegen diese Pläne Sturm läuft und ihren Protest bei der zuständigen Regierungspräsidentin Lindscheid („Die Grünen“) in Darmstadt abgeladen hat. Bemerkenswert ist, dass Frau Lindscheid behauptet habe, dass die Mehrheit der Bürger vor Ort für Windkraft sei, obwohl eine Bürgerbefragung gar nicht stattgefunden hat. Das deutet darauf hin, dass Windräder auf Biegen und Brechen durchgeboxt werden sollen. Die Bergstraße ist wie das Greiner Eck ein Landschaftsschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitat (FFH); die Anlagen sollen mitten im Wald gebaut werden, was zu starken Waldrodungenn führen wird.
Das Vorgehen der hessischen Landesregierung sollte also Warnung genug sein, dass auch benannte „Ausschlussflächen“ später noch „umfunktioniert“ werden. Wird die „Hohe Waid“ ein „Greiner Eck“? Ganz so weit ist es noch nicht. Die BI Gegenwind Hirschberg bleibt – klarer Fall – weiterhin „hart am Wind“!

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Ein Kommentar zu „Greiner Eck“ ante portas?

  1. Cornel Leinenkugel sagt:

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg! Das „Greiner Eck“ ist Paradebeispiel dafür, mit welcher ideologischen Kaltblütigkeit Windkradftprojekte im Zweifelsfalle durchgeboxt werden. Insofern kann man allen grün-roten Beschwichtigungen (nach dem Motto „wird schon nicht so schlimm kommen an der Bergstraße“) keinen Zentimeter über den Weg trauen! Nur wenn Konzentratzionszonen aus dem FNP heraus sind, ist sicher, dass unsere wunderbare Bergstraßenlandschaft niemals durch diese Wind-Dreschflegel verunstaltet werden wird.

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