Entscheidungen ante portas?

Dieser Tage flatterte ein neues EnBW-Magazin in unsere Briefkästen. Neben dem Thema „Bienen auf dem Balkon“ wird ausführlich über den weiteren Ausbau der Windkraftanlagen auf hoher See berichtet – ein fürwahr gigantisches Vorhaben, das bei uns Landratten nur Staunen verursacht. Wir haben ja nichts dagegen, wenn dort Windräder erstellt werden, wo die entsprechenden Windverhältnisse vorherrschen und dementsprechend effizient sind – auch wenn auf See einmal Flaute herrschen kann. Wir sind unverändert dagegen, dass Windräder in windarmen Gebieten gebaut werden, und es weithin dann noch erforderlich ist, ganze Wälder abzuholzen. Dazu gehören auch die bekannten Konzentrationszonen 10 und 11 auf Hirschberger/Schriesheimer Gemarkung, die im Focus des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg-Mannheim stehen und für die in allernächster Zeit eine (Vor-) Entscheidung erwartet wird: die nächste Verbandssitzung findet am 13. Dezember 2018 im Mannheimer Stadthaus statt. Zuvor wird der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) am 08. Dezember im Mannheimer Rosengarten zu einer Sitzung zusammenkommen. Tagesordnungspunkt 5 lautet: Einheitlicher Regionalplan Rhein-Neckar – Teilregion Windenergie mit „Beschluss zur dritten Anhörung und Offenlage“. Auf die Ergebnisse beider Sitzungen sind wir schon jetzt sehr gespannt; sobald uns weitere Einzelheiten vorliegen, werden wir hierauf zurückkommen.

Im Übrigen stellen wir fest, dass die Windkraftbranche zunehmend unter Beschuss geraten ist. Bei drei Herstellern haben sich „finanzielle Schwierigkeiten“ eingestellt, was damit begründet wird, dass der Zubau im Binnenland („on-shore“) ins Stocken geraten ist, da das neue Fördersystem (das Ausschreibungsverfahren) die Branche zu mehr Effizienz zwingen soll. Auch haben Prüfvereine vor Unfällen und Risiken durch Windräder aufmerksam gemacht. Hinzu kommen die bisher ungelösten Probleme, die sich beim Abriss tausender Windräder ab 2020 ergeben, wenn die ersten Fördermaßnahmen auslaufen. All‘ das reicht uns, die Entwicklung weiter zu verfolgen und damit entsprechend unverändert „hart am Wind“ zu bleiben.

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