Energiewende: Immer mehr Kritik

Zuletzt hatten wir uns in der Ausgabe 42/2016 zur Energiewende („Energiew…Ende?“) geäußert und dabei insbesondere auf die enormen Kosten aufmerksam gemacht, die jeder von uns bereits gezahlt hat bzw. die noch auf uns zukommen werden. Seien wir uns bewusst, dass wir mit den derzeit rd. 26tsd Windkraftanlagen in Deutschland gerade einmal 2,3 Prozent unseres aktuellen Strombedarfes decken können, wobei dieses trotz aller Unkenrufe eben nicht einmal nachhaltig ist, weil der Wind eben nicht immer weht. Aufgrund ihrer Volatilität kann die Windin-dustrie ohne Backup-Kraftwerke prinzipiell nicht zu einer sicheren Stromversorgung beitragen, weshalb sie – streng genommen – im Grunde unnötig ist. Die EEG-Umlage, die vor 10 Jahren 0,88 Cent pro kWh betrug, beläuft sich seit Anfang des Jahres auf 6,88 Cent pro kWh – eine tolle Rendite, von der in erster Linie die Investoren und die Windkraftlobby profitieren. Das bedeutet auch, dass ein Viertel unseres Strompreises in die Subventionen fließt – insgesamt sind das im Jahr rd. 27 Mrd. Euro. Wie zuletzt zu lesen war, hat sich der Bundesrechnungshof des Themas Energiewende angenommen und kritisiert das zuständige Ministerium, dass es „schwerwiegende Mängel bei der Kontrolle der Energiewende“ gebe und, so die Prüfer weiter: „Das Ministerium hat keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende.“ Und jetzt? Es ist Zeit, dass ernsthaft über die „Energiewende“ nachgedacht wird, ob wir auf dem richtigen Weg sind – und das damit ersparte Geld u.a. in „andere Energieerzeugungsmethoden wie Kraft-Wärme-Kopplung und dezentrale Blockkraftwerke“ zu stecken, wie es kürzlich in einem Leserbrief in den Weinheimer Nachrichten hieß. Deshalb sind wir weiterhin zuversichtlich, lassen uns nicht einschüchtern und bleiben unverändert „hart am Wind“.

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2 Kommentare zu Energiewende: Immer mehr Kritik

  1. Abele, Ursula sagt:

    Meine Frage ist: ob eigentlich schon untersucht wurde, wie sich Windanlagen auf das Wetter auswirken. Nicht auf das Klima, sondern auf das örtliche Wetter. Hier zieht das Wetter von Westen her und träfe auf Windanlagen am Rand des Odenwaldes. Das muß doch eine Auswirkung haben.

  2. Uwe Klüter sagt:

    Klar hat das Auswirkungen. Der Energieerhaltungssatz sorgt dafür, dass die Energie dann nicht mehr in Form von Wind die feuchte Luft bis in die Berge pustet. Es gibt jetzt schon Gegenden im Erzgebirge, wo plötzlich der gewohnte Regen ausbleibt, weil an der Küste und auf dem Weg bis in die Gebirgskette der Wind seine Puste an den Windrädern abgearbeitet hat. Die Energiewende wird zu sehr auf Strom aus erneuerbarer Strom-Energie fokussiert. Man muß aber den gesamten Energiemarkt inkl. Verkehr und Wärme/Kältemarkt betrachten. Da sind wir noch Welten vom Ziel entfernt, auf fossile Energie zu verzichten zu können.

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